Kraftstoffpreise mit zweitem Preisanstieg in Folge

Benzinpreise - Entwicklung

Anfang letzte Woche haben wir bereits über den Tankwagenfahrer-Streik in Portugal berichtet. Gestern einigten sich die Tarifparteien auf ein Mediationsverfahren, sodass nach über einer Woche des Engpasses an den Tankstellen nun mit einer schnellen Normalisierung der Versorgung mit Kraftstoffen gerechnet werden darf. Zu Lieferengpässen in einem völlig anderen Ausmaß könnte es bei einem harten Brexit in Großbritannien kommen. Bei einem Brexit ohne Austrittsabkommen mit der Europäischen Union (EU) könnte es neben Engpässen von Medikamenten und Lebensmitteln, auch zu einer Unterversorgung von Benzin und Diesel kommen. Trotz der möglichen Konsequenzen, möchte der britische Premierminister Boris Johnson den Austritt schnellstmöglichen durchsetzen.

Anders als im europäischen Ausland, können wir vorweg die positive Nachricht übermitteln, dass den Autofahrern an den heimischen Zapfsäulen keine Unterversorgung droht. Nicht ganz so positiv ist hingegen die Entwicklung bei den Kraftstoffpreisen mit dem zweiten Preisanstieg in Folge. So sind die Preise der beiden Benzin-Sorten (Super E5 und E10) jeweils um 0,2 Cent/Liter, und der gemittelte Dieselpreis sogar um 0,5 Cent/Liter gestiegen. Für Preisanstiege in zwei aufeinanderfolgende Wochen bei allen drei Kraftstoffsorten, musste unsere Redaktion in den Statistiken bis Mitte Mai zurückgehen.

Mit Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und Bayern, haben nur noch drei Bundesländer Sommerferien. Wir haben uns die Entwicklung der Kraftstoffpreise der letzten Wochen genauer angesehen und anders als die aktuell steigenden Preise vermuten lassen, können wir ein positives Zwischen-Resümee ziehen. Während die Preisrückgänge mit 1,1 Cent/Liter bei dem gemittelten Dieselpreis überschaubar ausfällt, kann bei beiden Benzin-Sorten mit 6,1 Cent/Liter ein rund fünffach so hohes Minus festgestellt werden. Der Mythos von konstant steigenden Kraftstoffpreisen in den Sommerferien kann somit widerlegt werden.

Ob innerhalb oder außerhalb der Ferien, es lohnt sich immer darauf zu achten, welche Tankstelle angesteuert wird. Innerhalb eines 10 Kilometer-Radius kommt es in Städten zumeist zu Preisdifferenzen von 10 Cent/Liter, wenn man aber eine längere Strecke über die Autobahn fährt, so kann man mit einem 2-km-Umweg bereits bis zu 30 Cent/Liter sparen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,235 €uro je Liter
- Super: 1,426 €uro je Liter
- E10: 1,404 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,139 €/l zu 1,539 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,319 €/l zu 1,719 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,299 €/l zu 1,699 €/l (+ 40 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück