Kraftstoffpreise mit kräftigem Plus

Benzinpreise - Entwicklung

Das am Freitag durch den Sachverständigenrat veröffentlichte „Sondergutachten zur Klimastrategie der Bundesregierung“, hat zu einem weitreihenden Medienecho und einer zu einer Diskussion bei Heizölverbrauchern und Autofahrern geführt. In dem 157-seitigen Gutachten beschreibt der Sachverständigenrat die Notwendigkeit der Einführung einer CO2-Steuer. Diese soll zunächst 50 Euro pro Tonne betragen und bis 2030 schrittweise auf 130 Euro/Tonne angehoben werden. Die Einführung der Steuer soll den Endverbraucher dazu bringen, dass der eigene „ökologische Fußabdruck“ nicht nur in den Köpfen verankert wird, sondern dass das eigene Verhalten auch direkt im Portemonnaie zu spüren ist.

In Zahlen würde die Steuererhebung für Deutschlands Autofahrer einen Preisanstieg von 14 Cent/Liter bei den Diesel- und Benzinpreisen bedeuten, der sich dann bis 2030 auf 37 Cent/Liter erhöht. Grundsätzlich kann die Einführung einer CO2-Steuer ein sinnvolles Instrument sein um verschiedene Technologien und Energieträger aus ökologischer Sicht finanziell vergleichbar zu machen. Allerdings sind gerade die Kraftstoffpreise bereits mit erheblichen Steuerbelastungen versehen. Um einen fairen Wettbewerb der Technologien im Hinblick auf das jeweilige ökonomisch-ökologische Leistungsverhältnis zu gewährleisten, müssten die Diesel- und Benzinpreise zunächst von allen weiteren Steuern befreit werden oder sollten zumindest nicht mehr steuerbelastet sein als die alternativen Energieträger.

Unabhängig von der möglichen Einführung einer zusätzlichen Steuer, sind die Kraftstoffpreise Ende letzter Woche von konstant fallenden Preise in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Erstmals seit Mitte Juni, kommt es seit letzter Woche Donnerstag zu konstanten Steigerungen bei allen drei Kraftstoffsorten. Seit Anfang letzte Woche kam es bereits bei den Ölnotierungen und bei den heimischen Heizölpreisen zu kontinuierlich, teilweise sogar kräftigen Preissteigerungen. Marktbeobachter gehen davon aus, dass die Steigerung nun mit leichter Verzögerung auch bei den Kraftstoffpreisen angekommen ist. Der Preisanstieg bei den Kraftstoffpreisen muss mit 1,2 Cent/Liter als kräftig bezeichnet werden.

Nicht nur bei steigenden Preisen lohnt es sich darauf zu achten, welche Tankstelle angesteuert wird. Innerhalb eines 10 Kilometer-Radius kommt es in Städten zumeist zu Preisdifferenzen von 10 Cent/Liter, wenn man aber eine längere Strecke über die Autobahn fährt, so kann man mit einem 2-km-Umweg bereits bis zu 30 Cent/Liter sparen. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,254 €uro je Liter
- Super: 1,477 €uro je Liter
- E10: 1,454 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,159 €/l zu 1,569 €/l (+ 41 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,759 €/l (+ 39 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,739 €/l (+ 39 ct/l)

 

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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