Kraftstoffpreise mit deutlicher Aufwärtsbewegung

Benzinpreise - Entwicklung

Die Corona-Krise und die daraus resultierenden wirtschaftlichen Folgen haben bis vor gut zwei Wochen zu einem regelrechten Verfall der Rohölpreise geführt. Neben den Aktienkursen an den internationalen Finanzmärkten, kannten auch die Preise auf dem heimischen Heizölmarkt nur den Weg nach unten, sodass nahezu jede Woche neue Tiefstpreise erreicht wurden. Für vergleichbare Heizölpreise musste unsere Redaktion z.B. Ende letzter Woche in unseren Statistiken bis in den August 2017 zurückgehen.

Seit Anfang des aktuellen Monats hat sich die Lage am Rohölmarkt deutlich verändert, sodass die Notierungen in eine Erholungsphase übergingen, in der massive Preissteigerungen "an der Tagesordnung" waren. Während die Auswirkungen der Aufwärtsbewegung bei den Heizölpreise kaum zu spüren sind, bestätigt sich bei den Kraftstoffpreisen erneut die Erfahrung der letzten Wochen und Monate. Die Preissteigerungen des Ölmarktes sind mit leichter Verzögerung nun auch an den heimischen Zapfsäulen angekommen.

Nach den nahezu konstanten Preisrückgängen der Diesel- und Benzinpreise in den letzten Wochen, kam es vor einer Woche bei allen drei Kraftstoffsorten mit einem Plus von 0,7 Cent/Liter (Diesel) bzw. 0,9 Cent/Liter (Super E5 und E10) zu den deutlichsten Preisanstiegen seit Ende Februar. Kurz darauf folgte eine leichte Abwärtskorrektur, die jedoch durch den aktuellen Preisanstieg bereist wieder vollständig ausgeglichen wird. Unabhängig von der Kraftstoff- sorte, fielen die Auf- und Abbewegungen in den letzten Wochen fast immer in vergleichbarer Höhe aus.

Während der gemittelte Dieselpreis um 0,6 Cent/Liter auf 1,038 Cent/Liter anstieg und diese Veränderung in unserem Preis-Chart kaum auffällt, ist bei beiden Benzinpreisen mit einem Plus von 2,3 Cent/Liter ein deutlicher Preissprung erkennbar. Damit erreichen die Benzinpreise mit 1,153 (Super E10) €uro/Liter bzw. 1,18 €uro/Liter (Super E5) das höchsten Niveau der letzten drei Wochen. Trotz der Aufwärtsbewegung aller Sorten, bleiben die Tiefststände von vor gut zwei Woche in unmittelbarerer Sichtweite.

Trotz zuletzt steigender Preise, bleibt statistisch gesehen die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Auch nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann wieder spürbar an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,138 €uro je Liter
- Super: 1,180 €uro je Liter
- E10: 1,153 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,919 €/l zu 1,399 €/l (+ 48 ct/l)
- Super: 1,069 €/l zu 1,549€/l (+ 48 ct/l)
- E10: 1,019 €/l zu 1,519 €/l (+ 50 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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