Kraftstoffpreise legten im Wochenverlauf zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem die durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise zum Wochenstart nachgegeben hatten, waren im weiteren Wochenverlauf wieder Preisanstiege zu verzeichnen. Neben dem Anstieg der Durchschnittpreise ist zurzeit außerdem feststellbar, dass der Unterschied zwischen den teuersten und günstigsten Kraftstoffpreisen stetig weiter zunimmt. So ist der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen aktuell auf bis zu 34 Cent/Liter angewachsen. Es lohnt sich daher zurzeit besonders darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,103 €uro je Liter
- Super: 1,315 €uro je Liter
- E10: 1,297 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,319 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,199 €/l zu 1,539 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,179 €/l zu 1,519 €/l (+ 34 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem sich die Rohölpreise bis zur Wochenmitte schon leicht zugelegt hatten, setzte ab Mittwoch ein deutlicherer Preisanstieg ein. Insgesamt sind die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI in der zurückliegenden Handelswoche um kräftige 3,7 Dollar/Barrel bzw. gut acht Prozent gestiegen. Die EU-Ölsorte BRENT notierte somit am heutigen Freitagvormittag bei 49,4 $/b und die US-Ölsorte WTI wurde bei 47,1 Dollar/Barrel gehandelt.

Als Grund für den Anstieg der Ölpreise wurde in der ersten Wochenhälfte der schwächere Dollar genannt und in der zweiten Wochenhälfte sorgte der überraschende und massive Rückgang bei den US-Öllagern für weiteren Preisauftrieb. So waren die US-Öllagerdaten, laut Department of Energy (DOE), innerhalb von einer Woche um extreme 14,5 Mio. Barrel eingebrochen. Gleichzeitig waren zudem auch noch die Lager der Ölprodukte um 1,1 Mio. Barrel gesunken, was in Summe dazu führte, dass die gesamten US-Öllager um extreme 15,6 Mio. Barrel abgebaut haben. Dies ist der stärkste Wocheneinbruch der amerikanischen Öllager seit über zehn Jahren, was außerdem dazu führte, dass die US-Öllager auf den tiefsten Stand seit Anfang des Jahres gefallen sind. Zwar befinden sich gesamten Öllager in den USA mit aktuell 897 Mio. Barrel immer noch auf einem sehr hohen Niveau, dennoch hatte kein Markteilnehmer mit einem solchen Rückgang gerechnet.

Trotz der überraschenden und stark preistreibend zu wertenden Nachricht vom US-Ölmarkt fiel der Anstieg der Ölpreise am gestrigen Handelstag verhältnismäßig gering aus, was darauf hindeutet, dass die Rohölpreise zuvor bereits auf einem recht hohen Preislevel gestanden haben. Die jüngsten Zahlen zu den US-Öllagern stützen nun jedoch die Ölpreise, die nach dem stark spekulationsgetriebenen Anstieg von Augst, ansonsten ein deutliches Kurskorrekturpotential nach unten gehabt hätten. Viele Analysten erwarten jedoch weiterhin, dass es in den kommenden Wochen eine Preiskorrektur am Ölmarkt geben könnte. An diesem Wochenende werden Autofahrer davon jedoch nichts merken, denn die Vorgaben vom Rohölmarkt sorgen erstmal dafür, dass die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen weiter steigen werden.

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