Kraftstoffpreise legten am Wochenende kräftig zu

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Wie erwartet sind die Diesel- und Benzinpreise am langen Wochenende deutlich gestiegen. So kletterten die gemittelten Benzinpreise zwischen Donnerstag und Montag um gut 1,7 Cent/Liter. Die durchschnittlichen Dieselpreise waren im gleichen Zeitraum sogar um knapp zwei Cent je Liter gestiegen. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Angeboten an den heimischen Zapfsäulen hat sich am gestrigen Feiertag um kräftige vier Cent/Liter verringert und liegt aktuell bei 28 bis 30 Cent/Liter. Wer dieses immer noch lohnende Sparpotential beim Tanken ausnutzen möchte, der findet bei uns wie gewohnt, die jeweils aktuell günstigste Tankstelle in seiner Umgebung.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,122 €uro je Liter
- Super: 1,335 €uro je Liter
- E10: 1,317 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/L zu 1,309 €/L (+ 30 ct/L)
- Super: 1,229 €/L zu 1,509 €/L (+ 28 ct/L)
- E10: 1,209 €/L zu 1,489 €/L (+ 28 ct/L)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Eine Förderobergrenze der OPEC ist alles andere als neu. Faktisch hat es auch in den letzten Jahren stets eine Obergrenze der OPEC-Fördermenge gegeben. An diese hatte sich jedoch zuletzt kein Mitglied mehr gehalten, da alle Förderländer im Kampf um Marktanteile so viel Rohöl an die Erdoberfläche gepumpt haben, wie sie konnten. Die nun doch sehr überraschend eingetretene Einigung der OPEC auf eine Förderobergrenze in Höhe von 32,5 bis 33 Mio. Barrel bleibt dennoch das beherrschende Thema am Ölmarkt, obwohl die Übereinkunft erst noch den Realitätscheck überstehen muss. So äußern immer mehr Analysten Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Beschlusses des seit Jahren uneinigen Ölkartells.

Mit Skepsis wird außerdem die jüngste Ausweitung der Ölförderung der beiden OPEC-Mitglieder Libyen und Iran verfolgt. Zwar sind die beiden Länder von der beschlossenen Förderbeschränkung vorerst ausgenommen, dennoch lässt eine erneute Steigerung der Ölfördermengen innerhalb der OPEC an dem Umsetzungswillen zweifeln. Und auch wenn sich die OPEC an die selbst gesetzte Obergrenze halten sollte, so wird diese in den kommenden Monaten nicht zu einem Ende der Überversorgung des Weltölmarktes führen.

Dennoch ist die Stimmung an den Rohstoffbörsen gekippt. War es vor einer Woche noch wahrscheinlich, dass die Ölpreise deutlich nachgeben könnten, so spricht man aktuell nur davon, dass die Ölnotierungen nicht so stark anziehen werden, wie es teilweise erwartet wurde. Insgesamt kletterte die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT zwischen Freitag- und dem heutigen Dienstagmorgen mit 2,1 $/b deutlicher als die US-Ölsorte WTI, die lediglich um 1,3 Dollar/Barrel zulegte. BRENT notierte daher am Dienstagmorgen bei 50,7 $/b und WTI wurde bei 48,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise fallen zurzeit eindeutig preistreibend aus. Autofahrer müssen sich daher im weiteren Wochenverlauf auf weiter steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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