Kraftstoffpreise laut Verbraucherzentrale zu hoch

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Verbraucher in Deutschland profitieren laut einer Studie der Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV) nur unzureichend von den gesunkenen Preisen für Öl und Gas. Viele Unternehmen hätten die Preissenkungen der vergangenen zwölf Monate nicht vollständig an die Kunden weitergegeben. So kämen auch die gesunkenen Einkaufspreise an Tankstellen nur teilweise bei den Kunden an, kritisierte die Verbraucherzentrale. Laut der Studie hätte im Januar der Preis für Diesel um zwei Cent und der für Normalbenzin um einen Cent niedriger liegen müssen.

Offensichtlich wurden die Preisentwicklungen der letzten Monate in der Studie nicht betrachtet, denn dann wäre das Urteil der VZBV wohl noch härter ausgefallen. So ist besonders bei den Benzinpreisen seit Januar ein massiver Preisanstieg feststellbar, welcher sich in diesem Ausmaß nicht bei den Einkaufspreisen auf dem Weltölmarkt widerspiegelt. Auch wenn die Entwicklungen vom Devisenmarkt mit in die Betrachtung einbezogen werden, so kann auch der Wertverlust des €uro nicht für den erheblichen Anstieg der Benzinpreise verantwortlich sein. Dies verdeutlicht auch der Vergeich zwischen den Diesel- und den Bezinpreisen. Während der Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel im Januar bei rund 16 ct/l lag, so ist er aktuell auf über 26 Cent/Liter geklettert. Daher möchten wir uns an dieser Stelle nicht nur den Empfehlungen des ADAC anschließen zum richtigen Zeitpunkt die richtige Tankstelle anzusteuern, sondern denken auch, dass man die Entwicklung der Benzinpreise einmal kritisch hinterfragen sollte.

Zum Start dieser Woche sind die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen zurückgegangen. Hierbei fiel der Rückgang der Dieselpreise erneut sehr viel deutlicher aus als der Nachlass bei den Benzinpreisen. In den kommenden Tagen können sich Autofahrer wohl auf stabile Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen. Denn am Devisen- und Rohölmarkt herrscht zurzeit Zurückhaltung und alle warten gespannt auf die weiteren Entwicklungen im griechischen Finanzdrama. Dementsprechend veränderte sich die europäische Rohölleitsorte BRENT seit Montag kaum und notierte am Mittwochmorgen leicht erhöht bei 63,7 Dollar/Barrel. Auch der €uro-Dollarwechselkurs zeigte sich stabil und wirkte dem leichten Ölpreisanstieg durch einen ebenso leichten Kursgewinn entgegen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,239 €uro je Liter
- Super: 1,500 €uro je Liter
- E10: 1,481 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,109 €/l zu 1,419 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,379 €/l zu 1,669 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,359 €/l zu 1,649 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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