Kraftstoffpreise laden zum Frohlocken ein

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die deutschen Autofahrer haben zurzeit wirklich Grund zur Freude. Seit knapp einer Woche kann Diesel zu den besten Kaufzeitpunkten an den günstigsten Tankstellen für 98,9 Cent/Liter getankt werden und auch die Benzinpreise sanken am Wochenende auf bis zu 1,209 €uro/Liter. Immer mehr Tankstellen passen ihre Preise nach unten an, so dass auch die Durchschnittspreise am Wochenende weiter zurückgingen. So hat sich der Abwärtstrend der Kraftstoffpreise an den heimischen Tankstellen beschleunigt.

Die Dieselpreise gaben um weitere gut 1,8 Cent je Liter nach und die Benzinpreise gingen um gut 1,6 Cent je Liter runter. Mit dem heutigen Preisrückgang sind die gemittelten Dieselpreise im vergangenen Monat um insgesamt rund sechs Cent je Liter gesunken. Im gleichen Zeitraum sind die durchschnittlichen Benzinpreise (SUPER E5) um gut vier Cent je Liter gefallen. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hat sich entsprechend auf knapp 22 Cent/Liter vergrößert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,102 €uro je Liter
- Super: 1,321 €uro je Liter
- E10: 1,303 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,289 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,509 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,489 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die OPEC ist zurzeit mit allen Kräften darum bemüht sich selber abzuschaffen. Von einem solidarischen Kartell, dass sich zum Ziel gesetzt hat die Ölpreise auf einem für alle Mitglieder auskömmlichen Niveau zu halten, ist die OPEC aktuell zumindest sehr weit entfernt und jedes Mitglied fördert und verkauft soviel Öl wie es eben los wird. Dabei fordert ein Großteil der OPEC-Mitglieder Förderkürzungen und hofft auf steigende Ölpreise um den eigenen Staat am Laufen zu halten, aber die taktangebenden Förderländer um OPEC-Leader Saudi-Arabien verhindern solche Förderkürzungen, so dass der OPEC-Beschluss vom vergangenen Freitag lediglich deren zunehmende Handlungsunfähigkeit dokumentiert.

So hat das Kartell beschlossen seine Förderpolitik, trotz der niedrigen Ölpreise, unverändert fortzusetzen. OPEC-Generalsekretär El-Badri sagte "Wir können derzeit keine Zahlen festlegen und haben beschlossen, die Entscheidung auf kommendes Jahr zu verschieben". Die Ölpreise gerieten daraufhin unter Druck, so dass die US-Sorte WTI am Montagmorgen deutlich unter der Marke von 40 $/b und die europäische Leitsorte BRENT bei 42,8 Dollar/Barrel notierte. Auch Russland hat erhebliche Probleme mit den niedrigen Ölpreisen, aber vorerst müssen sich die deutschen Autofahrer nicht mit den Problemen in den Ölförderländern auseinandersetzen sondern können sich einfach über sehr niedrige Spritpreise freuen.

Da sich auch der €uro-Dollar-Wechselkurs zum Wochenstart stabil zeigte, fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise erneut gut aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl auf sinkende Diesel- und Benzinpreisen einstellen können. Vielleicht sehen wir in der Adventszeit sogar neue Rekord-Niedrigpreise an den heimischen Zapfsäulen.

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