Kraftstoffpreise kletterten zum Jahresbeginn

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Auch das neue Jahr startet für die deutschen Autofahrer weiter erfreulich. Zwar kletterten die durchschnittlichen Kraftstoffpreise in den vergangenen Tagen leicht, aber insgesamt bleibt das Preisniveau an den heimischen Tankstellen sehr niedrig. So konnte Diesel gestern in den Abendstunden an den 250 günstigsten Tankstellen für unter 92,9 Cent/Liter getankt werden. Auch die Benzinpreise lagen zu diesem Zeitpunkt an rund 80 Tankstellen bei günstigen 1,189 €uro/Liter. Da die gemittelten Benzinpreise in den letzten Tagen stärker gestiegen sind als die durchschnittlichen Dieselpreise hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) auf 25,5 Cent/Liter vergrößert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,038 €uro je Liter
- Super: 1,294 €uro je Liter
- E10: 1,276 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,919 €/l zu 1,209 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,189 €/l zu 1,469 €/l (+ 28 ct/l)
- E10: 1,169 €/l zu 1,449 €/l (+ 28 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Am Ölmarkt startete das Jahr 2016 mit preistreibenden und preisdämpfenden Nachrichten. Da die Ölpreise dringend auf eine Erholung warten haben sich an der Börse zunächst die preistreibenden Meldungen rund um die Eskalation der Lage im Nahen Osten durchgesetzt. Auslöser hierfür war die Hinrichtung eines angesehenen schiitischen Geistlichen in Saudi-Arabien, was Angriffe auf saudische Botschaften nach sich zog. Die stärksten Übergriffe fanden in Teheran statt, so dass Saudi-Arabien ankündigte die diplomatischen Beziehungen zu dem schiitisch geprägten Iran abbrechen zu wollen. In der Folge legten die Rohölpreise zu, so dass die europäische Leitsorte BRENT um 0,8 $/b kletterte und am Montagmorgen bei 37,9 Dollar/Barrel notierte.

Es ist jedoch unwahrscheinlich, dass sich nun ein anhaltender Anstieg der Ölpreise durchsetzen wird, denn es gab auch gewichtige Meldungen, die für weiteren Preisdruck sorgten und sorgen werden. Zum einen meldete das Department of Energy (DOE) einen Anstieg der US-Öllager um insgesamt 5,3 Mio. Barrel. Dabei war sowohl bei Rohöl mit 2,6 Mio. Barrel als auch bei den Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) mit insgesamt 2,7 Mio. Barrel ein Aufbau feststellbar. Darüber hinaus brachen am Montagmorgen Chinas Börsen so massiv ein, dass der chinesische Aktienhandel zwischenzeitlich ausgesetzt werden musste. Ausgelöst wurde der Aktiensturz durch einen unerwartet starken Rückgang der chinesischen Industrieproduktion im Dezember. Dies wirkt sich auch negativ auf die Ölnachfrage aus, so dass die Rohölpreise unter Druck geraten.

Am Devisenmarkt musste der €uro zum Jahresbeginn Verluste gegen den Dollar hinnehmen. Somit fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt heute nicht so gut aus, dennoch bleibt die Überversorgung des Weltölmarktes auch im Jahr 2016 weiter bestehen. Es kann also davon ausgegangen werden, dass uns die niedrigen Kraftstoffpreise noch längere Zeit erhalten bleiben. In den kommenden Tagen können sich Autofahrer auf stabile oder höchstens leicht anziehende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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