Kraftstoffpreise kletterten am Wochenende weiter

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Wie erwartet zogen die Kraftstoffpreise am Wochenende weiter an. Dabei kletterten die Dieselpreise zwischen Donnerstag und Sonntag mit im Mittel knapp 0,9 ct/l wieder mal deutlicher als die durchschnittlichen Benzinpreise mit rund 0,4 Cent/Liter. Dementsprechend hat sich auch der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) auf aktuell knapp 22,5 Cent je Liter verringert. Der Unterschied zwischen den teuersten und günstigsten Spritpreisen an den heimischen Tankstellen nimmt ebenfalls weiter ab, da die teuersten Kraftstoffpreise eines Tages weiterhin konstant bleiben und nun die im Tagesverlauf günstigsten Preise wieder anziehen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,162 €uro je Liter
- Super: 1,385 €uro je Liter
- E10: 1,367 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,399 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,259 €/l zu 1,649 €/l (+ 39 ct/l)
- E10: 1,239 €/l zu 1,629 €/l (+ 39 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Im Vergleich zur vergangenen turbulenten Woche zeigt sich der Rohölmarkt zum Start der neuen Handelswoche recht stabil. Die Fundamentaldaten sind unverändert und der Rohöl-Weltmarkt bleibt überversorgt. Auch Meldungen über ein OPEC-Sondertreffen, an dem auch nicht OPEC-Mitglieder teilnehmen sollen und welches zum Ziel hat die Ölpreise wieder auf ein höheres Niveau zu heben, konnten die Ölnotierungen vorerst nicht stützen. Denn das zum Meeting einladende Venezuela hat in den vergangenen Monaten bereits mehrere Vorstöße unternommen damit die OPEC ihre Förderquoten wieder absenkt und damit die Ölpreise steigen könnten.

Bisher konnte sich das Land mit diesem Vorschlag aber nie gegen die arabischen Länder durchsetzen, was auch dieses Mal wieder anzunehmen ist. Daher gab die europäische Rohölleitsorte BRENT zum Start der Woche um 0,9 $/b nach und notierte am Montagmorgen bei 49,2 Dollar/Barrel. Heute wird es am Rohölmarkt wohl verhältnismäßig ruhig zugehen, da die US-Börsen aufgrund des Labor Day geschlossen bleiben.

Am Devisenmarkt fallen die Aussichten für den €uro schlecht aus. Aufgrund des jüngsten US-Arbeitsmarktberichtes muss erwartet werden, dass die Zinswende in den USA wohl doch schneller kommen wird als bisher angenommen wurde. Zusammen mit der möglichen Ausweitung der expansiven Geldpolitik der EZB, würde dies den €uro-Dollar-Wechselkurs massiv unter Druck setzen. Insgesamt fallen die Vorgaben für die heimischen Kraftstoffpreise somit neutral aus, so dass sich Autofahrer in dieser Woche wohl auf stabile Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Zapfsäulen einstellen können.

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