Kraftstoffpreise klettern weiter

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach der kurzen Abschwächung des Diesel- und Benzinpreisanstiegs an den deutschen Tankstellen, legten die Kraftstoffpreise in dieser Woche wieder klar zu. Diesmal kletterten jedoch die durchschnittlichen Dieselpreise etwas stärker an als die gemittelten Benzinpreise. Daher hat sich der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER verringert. Mit rund 22 Cent/Liter befindet er sich jedoch weiterhin auf einem hohen Niveau.

Die anhaltende Überversorgung sollte das ausschlagende Thema am Weltölmarkt sein. Besonders da dem Ölmarkt durch die Grundsatzeinigung mit dem Iran perspektivisch weitere Ölmengen zur Verfügung stehen werden und die Ölnachfrage aufgrund der schwächelnden chinesischen Wirtschaft weniger wachsen wird. Dennoch wird sich an den Börsen mehr auf die wenigen preistreibenden Nachrichten konzentriert. So muss ein geringer Rückgang der US-Öllagerbestände als Grund für weitere Preissteigerungen herhalten, obwohl sich die US-Öllager nun immer noch auf dem zweithöchsten Stand aller Zeiten befinden. Auch die US-Ölproduktion liegt auf dem höchsten Wert seit rund 40 Jahren.

Wichtiger scheint für einige Börsenakteure jedoch zu sein, dass die Schieferölförderung möglicherweise bald zurückgehen könnte. Das der Weltölmarkt aber auch mit einem leichten Rückgang der US-Ölförderung weiterhin überversorgt bleiben würde, ziehen nur wenige ins Kalkül mit ein. Und so ist die Stimmung am Ölmarkt derzeit erstaunlicherweise vermehrt bullisch zu werten. Dementsprechend legte die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch um weitere 0,6 $/b zu und wurde am Morgen bei 59,0 Dollar je Barrel gehandelt. Zumindest vom Devisenmarkt kamen gestern jedoch gute Nachrichten, denn hier konnte der €uro gegen die Ölwährung Dollar leicht zulegen.

Die Nachhaltigkeit dieses Anstiegs ist jedoch fraglich, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl auf weiter steigende oder bestenfalls stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssten.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,226 €uro je Liter
- Super: 1,445 €uro je Liter
- E10: 1,426 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,109€/l zu 1,359 €/l (+ 25 ct/l)
- Super: 1,339 €/l zu 1,599 €/l (+ 26 ct/l)
- E10: 1,319 €/l zu 1,579 €/l (+ 26 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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