Kraftstoffpreise klettern unaufhaltsam

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Für den Krafstoffmarkt gelten die selben Aussagen wie votr einer Woche. Denn die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen klettern weiterhin unaufhaltsam an. Besonders die Benzinpreise haben durch den massiven Anstieg der letzten drei Monate wieder ein Preisniveau erreicht, welches in Regionen von vor dem Ölpreisverfall des vergangenen Jahres liegt.

Dabei ist der Kampf um Marktanteile zwischen den USA und der OPEC noch nicht entschieden und dementsprechend hat sich der Rohölmarkt bei weitem nicht so stark erholt wie dies die Benzinpreise vermuten lassen würden. Zwar ist auch am Rohlömarkt eine tendenzielle Erholung erkennbar, aber diese würde eher Benzinpreise in der Höhe vom vergangenen Dezember rechtfertigen. Und da auch der €uro gegen die Ölwährung Dollar in den letzten drei Monaten nicht so deutlich gefallen ist, lässt sich der erhebliche Anstieg der Benzinpreise nicht aus den Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt herleiten. Ein Rückgang der Benzinpreise ist daher überfällig!

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,263 €uro je Liter
- Super: 1,493 €uro je Liter
- E10: 1,474 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,399 €/l (+ 27 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,629 €/l (+ 27 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,609 €/l (+ 27 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Rohölpreise sind zum Wochenauftakt weiter gestiegen, was zu großen Teilen auf Spekulationen zurückzuführen ist. Denn die Fundamentaldaten sprechen weiterhin eine recht eindeutige Sprache. Aktuell deutet nichts darauf hin, dass der Preiskampf um Marktanteile zwischen Saudi-Arabien und der damals boomenden US-Schieferölförderung bereits entschieden und beendet ist. Daher ist und bleibt der Weltölmarkt für die nächsten Monate überversorgt.

Auf der anderen Seite suchen Börsenakteure nach Anlagemöglichkeiten für das aktuell zum Nulltarif zu erhaltene Geld. Und so klettern die Rohölpreise auch ohne preistreibende Nachrichten weiter an. Die europäische Leitsorte BRENT stieg am Montag um weitere 0,9 $/b und notierte am Morgen bei 66,4 Dollar/Barrel. Am Devisenmarkt gab der €uro gegen die Öl-Währung Dollar nach, hatte aber zuvor deutlioch zulegen können.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise für diese Woche zwar eher schlecht aus, nach den letzten heftigen Preisanstiegen sollten Autofahrer im Wochenverlauf dennoch auf nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen hoffen dürfen. Besonders die Benzinpreise bedürfen einer Korrektur nach unten.

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