Kraftstoffpreise im Wochenverlauf weiter gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Wochenverlauf sind die Kraftstoffpreise an den heimischen Tankstellen weiter gesunken. Mit durchschnittlich knapp 0,7 ct/l gaben die Benzinpreise in den letzten zwei Tagen erneut stärker nach als die im Mittel um gut 0,4 Cent/Liter gesunkenen Dieselpreise. Dementsprechend hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER weiter verringert und liegt aktuell bei knapp 22 Cent/Liter. Vor zehn Wochen lag der Sortenabstand noch bei rund 30 Cent/Liter. An der sehr großen Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen hat sich weiterhin nichts geändert. Mit einem Preisunterschied von bis zu 42 Cent/Liter lohnt es sich daher zurzeit besonders darauf zu achten welche Tankstelle man zu welcher Uhrzeit ansteuert.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,144 €uro je Liter
- Super: 1,363 €uro je Liter
- E10: 1,344 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,019 €/l zu 1,399 €/l (+ 38 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,649 €/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,629 €/l (+ 42 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Am gestrigen Handelstag hielten sich die Anleger vor der wichtigen geldpolitischen Entscheidung der US-Notenbank eher zurück und so fanden die Ölpreise gestern keine klare Richtung. Auch als FED-Chefin Yellen am Donnerstagabend bekannt gab, dass die Zinswende in den USA weiter nach hinten verschoben wird, reagierten die Ölpreise kaum. So gab die europäische Leitsorte BRENT auf Freitag lediglich um 0,7 $/b nach, nachdem sie zuvor um rund zwei Dollar je Barrel geklettert war. Daher notierte BRENT am Freitagmorgen bei 49,1 Dollar/Barrel und ist somit über die gesamte Woche gesehen leicht gestiegen.

Allerdings konnte der €uro gestern deutlich gegen die Ölwährung Dollar zulegen, was die gestiegenen Rohölpreise, in Bezug auf die hiesige Entwicklung der Kraftstoffpreise, insgesamt wieder ausgleicht. Gestern richtete sich der Fokus der Finanz- und Aktienmärkte auf die Pressekonferenz der FED. Als bekannt wurde, dass die US-Notenbank vorerst keine Anhebung der Leitzinsen vornehmen will, verlor der Dollar innerhalb von Sekunden fast einen Cent gegenüber dem €uro und die europäische Gemeinschaftswährung schoss auf über 1,14 Dollar nach oben. Da viele Anleger jedoch mit einer Verschiebung der Leitzinsanhebung gerechnet hatten, fiel die Reaktion an den Börsen ansonsten sehr moderat aus.

Begründet wurde die Entscheidung der FED mit außenwirtschaftlichen Risiken, wie den jüngsten Turbulenzen an den Finanzmärkten in China und der Sorge um eine Abkühlung der Weltwirtschaft. Außerdem soll eine weitere Verbesserung auf dem US-Arbeitsmarkt abgewartet werden. Allerdings machte FED-Chefin Yellen auch klar, dass die geplante US-Zinsanhebung noch in diesem Jahr kommen wird, aber mit einem Anstieg auf 0,375 Prozent anstatt 0,625 Prozent wohl geringer ausfallen wird als bisher angenommen wurde.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise heute zwar recht gut aus, da die Spritpreise aber in der gesamten Woche, trotz mäßiger Vorgaben gesunken sind, sollten sich Autofahrer am Wochenende eher auf stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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