Kraftstoffpreise im Wochenverlauf weiter gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem die Kraftstoffpreise in der ersten Junihälfte auf neue Jahreshöchststände gestiegen waren, gaben die Preise an den deutschen Tankstellen in dieser Woche spürbar nach. Die Dieselpreise gingen seit Montag um 0,5 Cent/Liter zurück und die Benzinpreise gaben um rund 0,7 Cent/Lier nach. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER ist weiter gesunken und befinden sich aktuell bei gut 22,5 Cent/Liter. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen blieb in dieser Woche recht stabil bei gut 28 Cent/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,119 €uro je Liter
- Super: 1,345 €uro je Liter
- E10: 1,327 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,289 €/l (+ 28 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,519 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,499 €/l (+ 29 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In dieser Handelswoche sind die Preise für Rohöl von Beginn an gefallen und haben insgesamt rund sieben Prozent an Wert verloren. Nachdem sich die Ölpreise in den letzten sechs Wochen kräftig erholt hatten, sprachen Händler in dieser Woche von der längsten Verlustphase seit Februar. Zwar legten die Ölnotierungen am heutigen Freitagmorgen etwas zu, insgesamt gaben die Rohölleitsorten BRENT und WTI von gestern auf heute Morgen dennoch um weitere 0,7 bzw. 0,9 Dollar/Barrel nach. BRENT notierte somit am Freitagmorgen bei 46,6 $/b und die US-Sorte WTI wurde bei 46,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Die Ölpreise wurden zunächst durch den stärkeren US-Dollar unter Druck gesetzt, weil Rohöl weltweit in Dollar gehandelt wird und somit eine an Wert zulegende US-Währung die Ölnachfrage außerhalb des Dollarraums sinken lässt. Außerdem wird erwartet, dass sich die kanadischen Ölexporte bald wieder normalisieren, nachdem sie zuletzt durch die verheerenden Waldbrände in der kanadischen Ölregion Alberte massiv eingebrochen waren. In der zweiten Wochenhälfte kamen dann jedoch auch preisstützende Nachrichten für den Ölmarkt. So waren die amerikanischen Öllager um insgesamt 4,3 Mio. Barrel und somit zum sechsten Mal in Folge gesunken und die Internationale Energie Agentur hatte in ihrem jüngsten Marktausblick bekräftigt, dass sie von einem stärkeren Wachstum der Ölnachfrage in der zweiten Jahreshälfte ausgeht aus und das Angebots-Nachfrage-Verhältnis am Ölmarkt aktuell bereits als nahezu ausgeglichen ansieht.

Das beherrschende Thema am Ölmarkt kam jedoch von den Finanzmärkten. So sorgte in dieser Woche besonders die Angst vor den wirtschaftlichen Folgen eines Brexit und die dadurch pessimistische Stimmung an den Börsen für fallende Ölpreise. Laut den jüngsten Umfragen wird das in der kommenden Woche stattfindende Referendum wohl sehr knapp entschieden werden. An den Börsen bedeutete dies, dass sich Anleger aus riskanten Investitionen, wie den Ölpreisen zurückziehen und in sichere Papiere investieren. Dies war der Hauptgrund für den deutlichen Rückgang der Ölpreise.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Spritpreise am Wochenende verbraucherfreundlich aus, so dass sich Autofahrer wohl über weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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