Kraftstoffpreise im Wochenverlauf stabil

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Laufe der aktuellen Woche haben sich die durchschnittlichen Diesel- und Benzinpreise kaum verändert. Am Wochenende können sich Autofahrer aber wohl über sinkende Preise an den deutschen Tankstellen freuen. Zumindest fallen die Vorgaben vom Rohölmarkt sehr verbraucherfreundlich aus, weil zur Wochenmitte an den Rohstoffbörsen eine spürbare Preiskorrektur nach unten eingesetzt hatte.

Die bisherige Woche verlief jedoch ruhig am heimischen Kraftstoffmarkt. Sowohl die im Tagesverlauf teuersten wie auch die günstigsten Tankmöglichkeiten an den heimischen Zapfsäulen haben sich im Wochenverlauf nicht verändert. Der Preisunterschied zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen hat sich somit bei hohen 32 Cent/Liter festgesetzt, so dass es sich aktuell besonders lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert. Welche Tankstelle dabei zurzeit die günstigste in Ihrer Umgebung ist, zeigt Ihnen wie gewohnt unsere Tankstellensuche.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,110 €uro je Liter
- Super: 1,323 €uro je Liter
- E10: 1,305 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,309 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,529 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,209 €/l (+ 32 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils günstigste Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem sich die Rohölpreise bis zur Wochenmitte kaum bewegt hatten, setzte am Mittwoch ein deutlicher Preisrückgang ein. Insgesamt sind die beiden Rohöl-Leitsorten BRENT und WTI daher in der zurückliegenden Handelswoche um kräftige 3,9 Dollar/Barrel gesunken. Die EU-Ölsorte BRENT notierte somit am heutigen Freitagvormittag bei 45,7 $/b und die US-Ölsorte WTI wurde bei 43,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Der Grund für die zuletzt gesunkenen Ölpreise ist in den erneut überraschend deutlich gestiegenen US-Rohöllagern zu finden. So legten die Rohöllager laut US-Energiebehörde DOE um 2,3 Mio. Barrel zu, nachdem Analysten zuvor nur einen Anstieg von rund einer Millionen Barrel erwartet hatten. Obwohl die US-Raffinerien mit einer Auslastung von 92,8 Prozent deutlich weniger als in der Vorwoche umsetzten, war auch ein Anstieg der amerikanischen Ölproduktelager in Höhe von 0,8 Mio. Barrel zu verzeichnen. Die gesamten US-Öllager haben sich somit um weitere 3,1 Mio. Barrel erhöht und sind damit in den letzten zwei Wochen um rund sechs Millionen Fass auf nunmehr 913 Mio. Barrel geklettert.

Außerdem gerät der im August stark auf Spekulationen beruhende Anstieg der Ölpreise aktuell unter Druck, weil eine Einigung der OPEC auf eine Förderbegrenzung immer unwahrscheinlicher wird. Saudi-Arabien sieht sich als stärksten Wettbewerber im Kampf um Marktanteile und will daher nicht in den Ölmarkt eingreifen. Der Iran plant seine tägliche Ölproduktion bis zum Jahresende auf 4 Millionen Barrel auszuweiten. Weitere wichtige Ölförderländer, wie z.B. Russland oder der Irak pumpen Öl aktuell auf einem Rekordhoch aus der Erde. Viele Analysten erwarten daher in den kommenden Wochen eine nachhaltige Preiskorrektur am Ölmarkt. Für Autofahrer bedeutet dies, dass sie zumindest schon mal am Wochenende mit sinkenden Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen rechnen dürfen.

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