Kraftstoffpreise im Wochenverlauf spürbar gefallen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen sind im Wochenverlauf um spürbare 1,2 bzw. 1,0 Cent/Liter zurückgegangen. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel hat leicht zugelegt auf nunmehr knapp 20,5 Cent/Liter. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Kraftstoffpreisen eines Tages ist mit bis zu 30 Cent/Liter zwar wieder auf ein "normales" Level gesunken, zeigt jedoch weiterhin dass es sich lohnt darauf zu achten welche Tankstelle man wann ansteuert.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,137 €uro je Liter
- Super: 1,340 €uro je Liter
- E10: 1,322 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,309 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,509 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,489 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Stimmung am Ölmarkt war in dieser Woche eher gedrückt, drehte zum Wochenschluss jedoch wieder, so dass sich die Ölnotierungen im gesamten Wochenverlauf unterm Strich nur wenig verändert zeigten. So war nach den Rückgängen der letzten Tagen auf den heutigen Freitag ein Anstieg der europäischen Rohöl-Leitsorte BRENT um gut 1,0 $/b zu verzeichnen, so dass BRENT am Freitagmorgen bei 50,3 Dollar/Barrel notierte.

Begründet wurde der Anstieg hauptsächlich mit einer insgesamt aufgehellten Stimmung an den Aktienmärkten und technischen Faktoren. Ansonsten fiel die Nachrichtenlage gestern eher preisdrückend aus, denn das Department of Energy (DOE) meldete einen Anstieg der US-Öllager um insgesamt 3,5 Mio. Barrel. Laut Angaben des US-Energieministeriums waren die Rohölbestände in den USA in der vergangenen Woche sogar um 7,6 Mio. Barrel gestiegen, gleichzeitig war jedoch ein Rückgang der Benzin-Bestände um 2,6 Mio. Barrel sowie ein Abbau der Bestände von Diesel und Heizöl um 1,5 Mio. Barrel feststellbar.

Dieser Aufbau der Rohöllager bei gleichzeitigem Rückgang der Ölprodukte zeigt, dass die US-Raffinerien derzeit nicht mit voller Auslastung arbeiten sondern nur mit rund 86,0 Prozent. Dennoch bleibt die Nachfrage nach Ölprodukten in den USA hoch und liegt aktuell rund 1,2 Prozent über dem Vorjahresniveau. Am Devisenmarkt profitierte der Dollar gestern von den erneut gut ausgefallenen US-Arbeitsmarktdaten, so dass der in den letzten Tagen überraschend stark gestiegene €uro wieder spürbar nachgab. Zudem wurde die Gemeinschaftswährung durch die Aussage aus Reihen der EZB belastet, wonach die Zentralbank ihre expansive Geldpolitik womöglich noch ausweiten möchte.

Insgesamt fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt in Summe schlechter aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende wohl auf leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

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