Kraftstoffpreise im Wochenverlauf gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen sind im Wochenverlauf um rund 0,7 bis gut 0,8 Cent/Liter gesunken. Zum ersten Mal seit Mitte Mai konnte Diesel am gestrigen Donnerstag an über 130 Tankstellen wieder für 97,9 Cent/Liter getankt werden und auch der durchschnittliche Dieselpreis sank in diesem Zeitraum das erste Mal wieder unter 1,10 €uro/Liter. Auch die Benzinpreise sind mit im Mittel rund 1,31 €uro/Liter wieder auf das Niveau von Mitte Mai gefallen.

Insgesamt zeigen sich die Spritreise im Urlaubs- und Reisemonat Juli von ihrer verbraucherfreundlichen Seite. So sind die Diesel- und Benzinpreise seit Monatsbeginn um knapp drei Prozent gesunken. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Kraftstoffpreisen lag im gesamten Monat bei rund 30 Cent/Liter, was verdeutlicht, wie viel man sparen kann, wenn man darauf achtet wann man welche Tankstelle ansteuert. Besonders wenn man eine längere Reise durch Deutschland plant, kann man bei einem Tankstellenvergleich entlang der Reiseroute auch noch von den regionalen Preisunterschieden profitieren.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,093 €uro je Liter
- Super: 1,311 €uro je Liter
- E10: 1,293 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,979 €/l zu 1,279 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,199 €/l zu 1,499 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,179 €/l zu 1,479 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In der zurückliegenden Handelswoche zeigten sich die Rohölpreise weiterhin volatil. Trotz der schwankenden Kurse haben die Ölpreise auf Wochensicht jedoch gut drei Prozent an Wert verloren. So sank die europäische Rohölsorte BRENT in dieser Woche um rund 1,7 $/b und notierte am Freitagmorgen bei 46,2 Dollar/Barrel. Auch die US-Rohölsorte WTI gab um rund 1,3 $/b nach und wurde am Freitagmorgen somit bei 44,6 Dollar/Barrel gehandelt.

Allerdings erfuhren die Ölpreise in dieser Woche zwischenzeitlich auch Unterstützung, bedingt durch einen leichten Rückgang der US-Öllager in Höhe von 1,5 Mio. Barrel bzw. 0,16 Prozent. Laut dem US-Energieministerium DOE waren die Rohöllager zum achten Mal in Folge und somit seit Mitte Mai um insgesamt 22 Mio. Barrel gesunken. Im Vergleich zum Anstieg in den davor liegenden zwei Jahren ist dies jedoch immer noch ein recht mäßiger Rückgang, denn zwischen Mai 2014 und Mai 2016 waren die US-Rohöllager um insgesamt 150 Mio. Barrel gestiegen.

Insgesamt deutet zurzeit einiges darauf hin, dass sich die Angebotslage auf dem Weltölmarkt in den kommenden Wochen wieder ausweiten könnte. Ging man zuletzt davon aus, dass sich nach der Phase der Überversorgung wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage eingestellt hat, so sieht es nun danach aus, dass es wieder zu einem Angebotsüberschuss am Ölmarkt kommen könnte. Außerdem rücken die weltweit enorm gut gefüllten Öllager in den Fokus des Ölmarktes und hier besonders die Lagerbestände der weiterverarbeiteten Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin), bei denen bereits von einem Überangebot gesprochen wird. In der zurückliegenden Woche gingen die Rohöllager zwar zurück, aber nur weil zurzeit eine Verschiebung von Rohöl zu den Ölprodukten feststellbar ist. Der nun bestehende Überschuss an Ölprodukten könnte jetzt zu niedrigeren Raffineriemargen und somit zu einer geringeren Rohölverarbeitung führen. Dies würde die Rohöllager mittelfristig wieder steigen lassen und die Ölpreise unter Druck setzen.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise fallen aktuell gut aus, weshalb sich Autofahrer eigentlich über weiter fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können sollten. Allerdings steht das Wochenende und viel Reiseverkehr vor der Tür, was sich wohl stabilisierend auf die Kraftstoffpreise auswirken wird.

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