Kraftstoffpreise im Wochenverlauf gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nachdem die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen am vergangenen Wochenende zugelegt hatten, sind sie im Verlauf dieser Woche wieder gesunken. So gingen die Dieselpreise zwischen Montag und Donnerstag um rund 0,5 Cent/Liter zurück und die Benzinpreise gaben um knapp 0,7 Cent/Liter nach. Bisher zeigen sich die Spritreise im Urlaubs- und Reisemonat Juli von ihrer verbraucherfreundlichen Seite. So sind die Benzinpreise seit Monatsbeginn um rund 2,5 Prozent gesunken und auch die Dieselpreise sind im gleichen Zeitraum um rund 1,5 Prozent zurückgegangen. Der Preisunterschied zwischen den günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen hat sich in dieser Woche zwar bei rund 30 Cent/Liter stabilisiert, aber nur, weil sowohl die im Tagesverlauf teuersten wie auch die günstigsten Spritpreise im gleichen Maße gesunken sind.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,104 €uro je Liter
- Super: 1,314 €uro je Liter
- E10: 1,296 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,279 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,199 €/l zu 1,499 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,179 €/l zu 1,479 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In der zurückliegenden Handelswoche haben die Rohölpreise einen wahren Zick-Zack-Kurs hingelegt. Montag runter, Dienstag rauf, Mittwoch wieder runter, Donnerstag wieder rauf und am heutigen Freitag folgerichtig wieder runter. Trotz der deutlich schwankenden Kurse am Ölmarkt haben sich die Rohölpreise auf Wochensicht in Summe nur wenig verändert. So legte die europäische Rohölsorte BRENT in dieser Woche um rund 0,4 $/b zu und notierte am Freitagmorgen bei 47 Dollar/Barrel. Auch die US-Rohölsorte WTI stieg nur um geringe 0,2 $/b an und wurde am Freitagmorgen somit bei 45,3 Dollar/Barrel gehandelt.

Insgesamt hielten sich in dieser Woche zwei Faktoren die Waage. Auf der einen Seite hat sich die allgemeine Stimmung an den Aktienmärkten deutlich aufgehellt, was dem Ölmarkt bullische, also preissteigernde Impulse brachte. Auf der anderen Seite deutet zurzeit einiges darauf hin, dass sich die Angebotslage auf dem Weltölmarkt in den kommenden Wochen wieder ausweiten könnte. Ging man zuletzt davon aus, dass sich nach der Phase der Überversorgung wieder ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage eingestellt hat, so sieht es nun danach aus, dass es wieder zu einem Angebotsüberschuss kommen könnte.

Außerdem rücken die weltweit enorm gut gefüllten Öllager in den Fokus des Ölmarktes. Dies zeigt sich auch an den besonders transparenten Zahlen des US-Ölmarktes. So sind die amerikanischen Öllagerbestände zwischen Oktober 2014 und Mai 2016 um insgesamt 250 Mio. Barrel bzw. um gut 36 Prozent gestiegen. Nach dem Rekordhoch von rund 940 Mio. Barrel waren die US-Öllager dann in den letzten zwei Monaten stetig um insgesamt 30 Mio. Barrel gefallen. In dieser Woche war allerdings zum ersten Mal wieder ein Anstieg um 2,6 Mio. Barrel zu verzeichnen. Dieser Anstieg war auf die deutlich gestiegenen Lager der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) zurückzuführen. Genau hier sehen Analysten zurzeit Hinweise auf ein zu hohes Angebot am Ölmarkt. Zwar gehen die Rohöllager zurück, aber nur weil eine Verschiebung von Rohöl zu den Ölprodukten feststellbar ist. Der nun bestehende Überschuss an Ölprodukten könnte jetzt zu niedrigeren Raffineriemargen und somit zu einer geringeren Rohölverarbeitung führen. Dies würde mittelfristig dann wieder die Rohöllager steigen lassen und die Ölpreise unter Druck setzen.

Die Vorgaben für die Entwicklung der Kraftstoffpreise fallen aktuell neutral aus. Da die Spritpreise in dieser Woche aber nachgegeben haben und nun das Wochenende vor der Tür steht, sollten sich Autofahrer in den kommenden Tagen auf stabile bis leicht steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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