Kraftstoffpreise im Wochenverlauf gefallen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Mit leichter Verzögerung hat der, durch das Brexit-Votum herbeigeführte Einbruch an den Börsen, im Verlauf der zurückliegenden Woche auch die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen fallen lassen. So sanken die Diesel- und Benzinpreise zwischen Montag und Donnerstag um rund 0,7 bzw. gut 0,9 Cent/Liter. Da der der erste Brexit-Schock aber bereits nach nur einer Woche überstanden zu sein scheint, werden die Spritpreise am Wochenende wohl schon wieder anziehen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,117 €uro je Liter
- Super: 1,346 €uro je Liter
- E10: 1,328 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,009 €/l zu 1,289 €/l (+ 28 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,529 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,509 €/l (+ 29 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Der Ölmarkt verzeichnete im Juni einige Schwankungen, insgesamt haben sich die Rohölpreise im vergangenen Monat aber stabilisiert, nachdem sie im April und Mai deutlich gestiegen waren. So wurde die europäische Rohölleitsorte zum Anfang und zum Ende des Monats jeweils bei 50,1 Dollar je Barrel gehandelt. Zum Juli-Start gab BRENT zwar um 0,4 $/b nach, mit 49,7 Dollar/Barrel notierte die Nordsee-Sorte am Freitagmorgen jedoch klar dem Stand vom Wochenbeginn. Die US-Ölsorte WTI sank auf den heutigen Freitag um knapp 0,8 $/b, wurde am Morgen jedoch mit 48,6 Dollar/Barrel ebenfalls deutlich über der Notierung vom Montagmorgen gehandelt.

Die insgesamt bessere Stimmung an den Finanzmärkten und der leicht nachgebende Dollarkurs hatten die Ölnotierungen in den vergangenen Tagen gestützt. Zudem brachten zur Wochenmitte die gesunkenen Öllagerbestände in den USA weitere bullische Impulse. So hatte das US-Energieministerium (DOE) einen deutlichen Rückgang der US-Öllager verkündet. Die Rohöllager gingen um gut vier Millionen Barrel zurück und gleichzeitig war auch ein Lagerabbau der Ölprodukte (Heizöl, Diesel und Benzin) um rund 0,4 Mio. Barrel zu verzeichnen. Die gesamten US-Öllager sind somit seit Anfang Februar zum ersten Mal wieder unter 920 Mio. Barrel bzw. 146,3 Mill. Liter gefallen. Im Vergleich zum Vorjahr liegen die aktuellen Ölbestände der USA aber immer noch 100 Mio. Barrel über dem Vorjahr und knapp 200 Mio. Barrel über dem Bestand von vor zwei Jahren. Von einer Ölknappheit kann also in den USA weiterhin keine Rede sein.

Die Ungewissheit darüber wie es nun mit Groß- oder Kleinbritannien und der EU weitergehen wird, sorgt für eine Unsicherheit an den Börsen, die sich in den kommenden Wochen in schwankenden Kursen wiederspiegeln könnte. Nach dem ersten großen Einbruch, direkt nach dem Brexit-Votum, fingen sich die Börsen zwar sehr schnell wieder, am Devisenmarkt sind die Auswirkungen aber noch deutlich spürbar. Hatte der €uro-Dollar-Wechselkurs vor dem Brexit noch bei gut 1,13 $/€ gelegen, so stand er am heutigen Freitagmorgen bei knapp 1,11 Dollar/€uro. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Entwicklung der Spritpreise am Wochenende leider weniger verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher in den kommenden Tagen auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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