Kraftstoffpreise halten Aufwärtstrend bei

Benzinpreise - Entwicklung

Zwischen Montag und Donnerstag haben die Spritpreise an den deutschen Tankstellen zwar nachgegeben, am heutigen Freitagmorgen drehten die Diesel- und Benzinpreise jedoch schon  wieder deutlich nach oben und auch am Wochenende muss mit weiteren Preisanstiegen gerechnet werden. Unterm Strich bleibt somit der seit Mitte März laufende Aufwärtstrend der Kraftstoffpreise bestehen. So sind die durchschnittlichen Benzinpreise in den zurückliegenden fünf Wochen um fast 7,5 Cent/Liter bzw. rund 5,5 Prozent gestiegen und auch die gemittelten Dieselpreise kletterten in diesem Zeitraum um 5,5 Cent/Liter bzw. 4,5 Prozent.

Der Grund für die Preisanstiege beim Tanken ist vor allem auf Spekulationen am Ölmarkt zurückzuführen. Spekuliert wurde auf steigende Ölpreise, weil es nach einer Eskalation der Konflikte im ölreichen Nahen Osten aussah. Zudem kamen US-Ölmarkt weniger starke Wachstumssignale als bei diesem Preisniveau erwartet wurde und die OPEC hält nicht nur an ihrer Förderkürzung fest sondern weitete diese zuletzt sogar aus.

Da die 24 Ölförderländer, die an der aktuellen Förderkürzung beteiligt sind, die gesteckten Ziele weitestgehend erreicht oder sogar deutlich übertroffen haben, sollen nun neue Ziele formuliert werden. OPEC-Leader Saudi-Arabien sprach zuletzt davon, dass man nun wieder einen Ölpreis von 80 bis 100 Dollar ins Auge fassen wolle und dafür die Zusammenarbeit mit Russland intensivieren will. So weit weg ist man von diesem Ziel nicht mehr, denn gestern kletterte der OPEC-Mischpreis zum ersten Mal seit über dreieinhalb Jahren wieder über die 70-Dollar-Marke und stand bei 71 Dollar/Barrel.

Auch wenn Marktbeobachter zurzeit von überbewerteten Ölpreisen sprechen, so sieht es aktuell nicht so aus als ob die Preis für das schwarze Gold bald nachgeben würden. Dementsprechend sollten sich auch Autofahrer zunächst auf weiter steigende Kraftstoffpreise einstellen. Doch wer beim Tanken sparen möchte, der kann dies auch unabhängig von der allgemeinen Preisentwicklung an den Zapfsäulen machen, indem er darauf achtet wann er welche Tankstelle ansteuert. Wo sie zurzeit billiger tanken können, zeigt Ihnen dabei wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,244 €uro je Liter
- Super: 1,420 €uro je Liter
- E10: 1,399 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,059 €/l zu 1,459 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,259 €/l zu 1,649 €/l (+ 39 ct/l)
- E10: 1,239 €/l zu 1,629 €/l (+ 39 ct/l)

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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