Kraftstoffpreise geben weiter nach

Benzinpreise - Entwicklung

Eine vergleichbare Entwicklung des Kursverlaufs am internationalen Rohöl-, und auch am heimischen Kraftstoffmarkt zu finden fällt schwer, denn in den vergangenen Wochen führten gleich mehrere Faktoren zu einem langanhaltenden Abwärtstrend. Nachdem die Rohölpreise aufgrund des Coronavirus bereits seit Jahresbeginn immer wieder unter Druck gerieten, haben die Folgen der gescheiterten Verhandlungen des OPEC + Verbundes vor genau vier Wochen zu einem massiven Preisrutsch geführt.

Während die Rohölpreise an den internationalen Finanzmärkten zwischenzeitlich um bis zu 60 Prozent nachgaben, blieb ein gleichwertiger Rückgang des Heizölpreises und auch der Kraftstoffpreise aus. Dennoch muss sowohl am heimischen Heizölmarkt, als auch an den Tankstellen von einer außerordentlichen Preisentwicklung gesprochen werden. Während der Dieselpreis seit Anfang März um 7,5 Prozent nachgab, ist der Preisrückgang bei beiden Benzinsorten mit mehr als 10 Prozent noch deutlicher.

Doch die aktuellen Diesel- und Benzinpreise könnten schon bald wieder „der Vergangenheit angehören“, denn die Rohölpreise sind innerhalb von nur wenigen Tagen um mehr als 30 Prozent gestiegen. Da vergleichbare Preisanstiege am Ölmarkt häufig erst mit leichter Verzögerung am Kraftstoffmarkt ankamen, ist auch aktuell davon auszugehen. Gestern sind die Benzinpreise mit 1,200 (E10) €uro/Liter bzw. 1,228 €uro/Liter (E5) €uro/Liter auf ein Preisniveau gesunken, das zuletzt im Februar 2016 vorhanden war.

Und auch wenn für einen vergleichbaren Dieselpreis von 1,105 €uro/Liter „nur“ bis Ende September 2016 zurückgehen mussten, wird auch hier das Niedrigpreis-Niveau der aktuellen Kraftstoffpreise deutlich. Da die beiden Benzinpreise in den letzten Tagen mit 0,7 Cent/Liter deutlich stärker nachgaben als der gemittelte Dieselpreis, hält die auffällige Entwicklung bei der Differenz zwischen dem Dieselpreis und dem Preis des Benzinsorte E10 an, die sich zuletzt auf 9,5 Cent/Liter verringert hat.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,106 €uro je Liter
- Super: 1,228 €uro je Liter
- E10: 1,200 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,389 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,089 €/l zu 1,539€/l (+ 45 ct/l)
- E10: 1,059 €/l zu 1,519 €/l (+ 43 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zurück