Kraftstoffpreise geben weiter nach

Benzinpreise - Entwicklung

Nachdem die aus der Corona-Krise resultierenden wirtschaftlichen Folgen bereits seit mehreren Wochen zu einer regelrechten Talfahrt der Rohölpreise an den internationalen Finanzmärkten geführt hat, sind die Auswirkungen auch für immer mehr Verbraucher direkt im Portemonnaie zu „spüren“. Neben den deutlichen Preisrückgängen am heimischen Heizöl- markt, darf auch die Entwicklung der Kraftstoffpreise als verbraucherfreundlich bezeichnet werden.

Doch in Zeiten der Dauerpräsenz des Themas "Coronavirus", kommt der Abwärtsbewegung der Kraftstoffpreise auch ein möglicher Ölpreiskrieg zwischen den führenden Ölnationen „zugute“. Nachdem letzte Woche bereits Saudi-Arabien angekündigt hat die eigenen Fördermengen erhöhen zu wollen, hat sich jüngst auch Russland zu einer Erhöhung der Fördermengenkapazität entschieden. Am Ölmarkt droht durch die Produktionserhöhung eine noch nie dagewesene, neue „Ölschwemme“.

Die von uns zuvor angesprochenen Auswirkungen auf dem heimischen Kraftstoffmarkt sind sehr gut in unserem Preis-Chart ablesbar, da alle drei Kraftstoffsorten zuletzt neue Tiefstwerte erreicht haben. Der gemittelte Dieselpreis ist jüngst auf einen Stand von 1,120 Cent/Liter und somit auf den tiefsten Stand seit Anfang Juli 2017 gesunken. Besitzer mit „Benzinern“ freuen sich derzeit noch mehr, da die Durchschnittspreise beider Benzinsorten mit 1,236 (Super E10) bzw. 1,264 €uro/Liter (Super E10) auf ein Niveau gesunken sind, das zuletzt vor gut drei Jahren vorhanden war.

Anfang des Jahres haben wir darüber berichtet, dass die Preise der beiden Benzinsorte identisch hoch waren und somit die zuvor vorhandene Differenz von zwei – drei Cent je Liter ausgeglichen wurde. Innerhalb der letzten Wochen hat sich die Differenz wieder auf den ursprünglichen Abstand erhöht, jedoch ist aufgrund der jüngsten Entwicklung am Markt ein anderes „Phänomen“ ersichtlich. Denn innerhalb der letzten vier Wochen hat sich die Differenz zwischen dem gemittelten Dieselpreis und dem Preis des Benzinsorte E10 von 15,4 auf aktuell 11,4 Cent/Liter reduziert.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,120 €uro je Liter
- Super: 1,264 €uro je Liter
- E10: 1,236 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,499 €/l (+ 50 ct/l)
- Super: 1,139 €/l zu 1,649€/l (+ 51 ct/l)
- E10: 1,109 €/l zu 1,619 €/l (+ 51ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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