Kraftstoffpreise gaben zum Wochenstart weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Spritpreise an den deutschen Tankstellen haben zum Wochenstart weiter nachgeben. Hierbei sanken die Diesel- und Benzinpreise mit im Durchschnitt rund 0,4 Cent/Liter ähnlich stark, so dass der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel weiterhin bei gut 20 Cent/Liter liegt. Auffällig ist derzeit, dass besonders die im Tagesverlauf günstigsten Kraftstoffpreise deutlich nach unten gehen und sich aktuell wieder auf oder sogar unter den Tiefstständen vom Jahresanfang befinden. So konnte an den günstigsten Tankstellen zu den billigsten Kaufzeitpunkten Diesel bereits seit drei Tagen in Folge für unter einen €uro je Liter getankt werden und auch SUPER (E5) kam für rund 1,19 €/l aus den Zapfsäulen der günstigsten Tankstellen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,132 €uro je Liter
- Super: 1,335 €uro je Liter
- E10: 1,316 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,309 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,189 €/l zu 1,509 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,169 €/l zu 1,489 €/l (+ 32 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Zum Wochenstart sind die Rohölpreise wieder klar unter die 50-Dollar-Marke gefallen. Insgesamt gab die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT um 1,7 $/b nach und notierte somit am heutigen Mittwochmorgen bei 48,4 Dollar/Barrel. Begründet wurde der Preisrückgang mit der Aussicht auf ein wachsendes Überangebot auf dem Weltölmarkt.

Auf der Nachfrageseite belastet die schwache Konjunktur in China die Ölpreise und auf der Angebotsseite drückt besonders die vom Iran geplante, massive Ausweitung der eigenen Ölexporte auf die Rohölnotierungen. So will der Iran, nach Aussage des iranischen Vizepräsident Ishagh Dschahangiri, seine aktuelle Ölproduktion verdoppeln und ist dazu wohl auch kurzfristig in der Lage. Laut Dschahangiri kann der Iran, nach der Aufhebung der westlichen Wirtschaftssanktionen, innerhalb von wenigen Monaten wieder bis zu 2 Millionen Barrel Erdöl pro Tag exportieren. Und auch wenn der Iran generell für eine Regulierung der Ölpreise durch festgesetzte Fördermengen ist, so wird er seine Ölförderung, unabhängig von Entscheidungen der Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC), schnellstmöglich ausweiten um wieder der zweitgrößte Ölproduzent innerhalb der OPEC zu werden.

Am Devisenmarkt bewegt sich der €uro zurzeit kaum gegen den Dollar und hält sich somit weiterhin auf einem vergleichsweise hohen Stand. Neue Impulse für die Gemeinschaftswährung werden am Donnerstag erwartet, wenn die Europäische Zentralbank (EZB) tagt. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise tendenziell preisrückend aus. Daher können sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl über leicht nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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