Kraftstoffpreise gaben zum Wochenstart weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Zum Wochenstart gaben die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen weiter nach. Mit im Durchschnitt rund 0,6 ct/l sanken die Dieselpreise in einer ähnlichen Größenordnung wie die Benzinpreise. Daher hat sich auch am Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER kaum etwas verändert, so dass dieser weiterhin bei unter 22,5 Cent/Liter liegt.

Auffällig bleibt hingegen die große Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen an den deutschen Zapfsäulen. Ein Preisunterschied von 29 Cent/Liter war zuletzt Ende 2013 zu verzeichnen als die offiziell zugelassenen Verbraucherinformationsdienste ihre Arbeit aufnahmen. Seitdem ist der Preisunterschied zwischen der günstigsten und der teuersten Tankstelle auf 20 bis 25 ct/l gesunken. In den letzten Tagen ist hier jedoch wieder ein Anstieg feststellbar. Dies zeigt dass es sich zurzeit besonders lohnt zum richtigen Zeitpunkt die richtige Tankstelle anzusteuern.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,262 €uro je Liter
- Super: 1,485 €uro je Liter
- E10: 1,466 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,419 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,349 €/l zu 1,629 €/l (+ 28 ct/l)
- E10: 1,329 €/l zu 1,609 €/l (+ 28 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Weiterhin dominieren Spekukanten den Ölmarkt und sorgen dafür dass die Rohölpreise auf Mittwoch wieder gestiegen sind, nachdem sie zum Wochenauftakt nachgeben hatten. Die Fundamentaldaten würden allerdings auch einen Rückgang der Ölpreise möglich machen. So ist der Weltölmarkt nach einstimmiger Meinung aller Experten weiterhin überversorgt und viele wichtige Ölexportländer planen eine Erweiterung ihrer Förderleistung oder halten diese zumindest auf dem bisherigen hohen Niveau. Auch die USA, wo viel über einen Einbruch der Schieferölförderung gemutmaßt wird, werden ihre Ölproduktion wohl weiterhin hoch halten können.

Zudem sind die dortigen Öllager zum Bersten gefüllt und können in den kommenden Monaten wieder auf ein normales Niveau heruntergeführt werden. Dennoch setzen Spekulanten auf einen weiteren Anstieg der Rohölpreise und sorgen somit indirekt selber dafür, dass genau dieser Anstieg auch eintritt. Und so legte die europäische Leitsorte BRENT auf Mittwoch um 2,5 Dollar/Barrel zu und notierte am Morgen bei 67,3 $/b. Am Devisenmarkt konnte der €uro zwar wieder gegen die Öl-Währung Dollar zulegen, aber insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise eher schlecht aus. Daher müssen sich Autofahrer am vielleicht länger ausfallendem Wochenende wohl auf wieder anziehende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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