Kraftstoffpreise gaben zum Wochenstart weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Abwärtsbewegung der Kraftstoffpreise hat wieder an Fahrt aufgenommen. Sowohl die Benzinpreise wie auch die Dieselpreise gaben über das Wochenende und zum Wochenstart um weitere 1,3 Cent/Liter nach. Damit bewegen sich die Benzinpreise zumindest wieder auf die Tiefststände vom Januar des vergangenen Jahres zu. Die Dieselpreise fallen hingegen von einem Rekordtief in das Nächste. Seit längerem sind in den Abendstunde an den günstigsten Tankstellen bereits Dieselpreise von knapp über 90 Cent/Liter zu verzeichnen. Bei den aktuellen Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt könnte der Preis für Diesel im Laufe dieser Woche an den preiswertestenTankstellen sogar die 90-Cent-Marke durchbrechen.

Von den zurzeit extrem niedrigen Preisen an den deutschen Zapfsäule profitieren jedoch nicht alle Verbraucher gleichermaßen, denn Autofahrer müssen darauf achten welche Tankstelle Sie zu welcher Tageszeit ansteuern um nicht doch noch in die Kostenfalle zu tappen. Denn die günstigen Diesel- und Benzinpreise sind zurzeit zwar in aller Munde, dabei wird jedoch gelegentlich vergessen, dass es erhebliche Preisschwankungen an und zwischen den Tankstellen gibt, so dass innerhalb von wenigen Stunden oder Kilometern Entfernung, Preisdifferenzen von bis zu 20 Cent zu beobachten sind. Wer also die günstigsten Spritpreise finden möchte, der sollte unsere Tankstellensuche zur Rate ziehen.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,022 €uro je Liter
- Super: 1,283 €uro je Liter
- E10: 1,265 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,909 €/l zu 1,199 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,169 €/l zu 1,469 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,149 €/l zu 1,449 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem sich die Ölpreise am vergangenen Freitag zunächst leicht von den deutlichen Rückgängen der Vortage erholt hatten, gaben sie zum Start der aktuellen Woche wieder kräftig nach. Die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT brach in den letzten Tagen um weitere gut vier Dollar je Barrel ein und notierte am Dienstagmorgen mit 30,4 Dollar/Barrel nur noch knapp über der 30-Dollar-Marke.

Weiterhin drückt das zurzeit sehr hohe Rohölangebot auf die Ölpreise. Außerdem ist in den kommenden Wochen mit einem weiteren Anstieg des Angebotes zu rechnen, wenn der Iran vollständig auf den Weltölmarkt zurückkehren wird. Viele Analysten gehen daher davon aus, dass die Ölpreise vorerst weiter fallen werden, bevor einige Ölförderländer dann wohl in der zweiten Jahreshälfte ihre Produktion drosseln werden oder Ölproduzenten in den USA den Preisdruck nicht mehr Stand halten können.

Neben dem hohen Angebot belastet aber auch die schwächere Nachfrage, die sich aus den schwachen Wirtschaftsdaten Chinas ableiten lässt, die Ölpreise. Zwar hat die chinesische Notenbank den Yuan zuletzt zwei Tage in Folge aufgewertet und somit zumindest den Spekulationen um einen Abwertungswettlauf der Währungen etwas Wind aus den Segeln genommen. Dennoch herrscht an den globalen Aktienmärkten eine Verunsicherung um den weiteren wirtschaftspolitischen Kurs Chinas.

Am Devisenmarkt zeigte sich der €uro mit knapp 1,09 Dollar/€uro zum Wochenstart stabil gegen die Ölwährung Dollar. Bei einem stabilen €uro-Dollar-Wechselkurs und weiter fallenden Rohölpreisen, fallen die Vorgaben für den weiteren Wochenverlauf verbraucherfreundlich aus. Autofahrer sollten sich daher über weiter fallende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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