Kraftstoffpreise gaben zum Wochenstart nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise


Trotz preisdrückender Vorgaben vom Rohölmarkt waren die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen am Wochenende auf ein neues Jahreshoch geklettert. Erst zum Start der aktuellen Woche gaben die Diesel- und Benzinpreise dann wieder nach. Nachdem die Preise für Benzin und Diesel im April um kräftige 4,5 Cent/Liter angezogen hatten, sind sie im Mai wieder um rund einen Prozent nach unten gegangen.

Die Preisdifferenz zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) hat sich im Mai kaum verändert und liegt weiterhin bei rund 24 Cent/Liter. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Tankstellen ist im Mai hingegen von 32 auf aktuell 30 Cent/Liter gesunken. Die ist darauf zurückzuführen, dass die im Tagesverlauf günstigsten Diesel- und Benzinpreise an den günstigsten Tankstellen konstant geblieben sind, aber die im Tagesverlauf teuersten Angebote an den teuersten Tankstellen zurückgegangen sind.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Montag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,078 €uro je Liter
- Super: 1,317 €uro je Liter
- E10: 1,298 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Montag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,969 €/l zu 1,269 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,509 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,489 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Am Freitag und frühen Montag hatten Meldungen über die enormen Waldbrände in der kanadischen Ölregion Alberta zu steigenden Ölpreisen geführt. So hatten sich die Waldbrände in Kanada auf eine Fläche in der Größe von Berlin ausgebereitet und konnten laut Experten bei den vorliegenden Wetterbedingungen nicht unter Kontrolle gebracht werden. Die Unsicherheit über die weitere Ausbreitung der Brände hat dazu geführt, dass ein großes Schieferöl-Fördergebiet vorsichtshalber stillgelegt werden musste und somit die kanadische Ölförderung um etwa eine Million Barrel pro Tag zurückgegangen ist, was mehr als einem Drittel der üblichen täglichen Ölproduktion des Landes entspricht.

Im Verlauf des gestrigen Montags kam dann jedoch die Entwarnung und kanadische Ölfirmen konnten mit Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der Ölförderung beginnen. Die besseren Wetterbedingungen hatten dazu geführt, dass die Brände in Schach gehalten werden konnten und daher die Ölanlagen nicht mehr in unmittelbarer Gefahr waren. Die baldige Wiederaufnahme der Ölförderung in Alberta und auch der zuletzt spürbar gestiegen Dollarkurs führten dazu, dass die Rohölpreise am gestrigen Montag kräftig unter Druck gerieten. So ging die Nordsee-Sorte BRENT am Dienstagmorgen auf 43,8 Dollar/Barrel zurück und die US-Sorte wurde am Dienstagmorgen bei 43,4 Dollar/Barrel gehandelt.

Am Devisenmarkt gerät der €uro gegen den Dollar in den letzten Tagen stetig unter Druck, nachdem die Gemeinschaftswährung vor einer Woche auf den höchsten Stand seit gut acht Monaten geklettert war. Daher kann man aktuell eher von einer Normalisierung des €uro-Dollar-Wechselkurses sprechen. Für die deutschen Autofahrer hat der schwächere €uro einen Vor- und einen Nachteil. Zum einen führt der schwächere €uro zu sinkenden Ölpreisen, da die Nachfrage nach Öl im Euroraum sinkt, wenn der der €uro an Wert verliert. Auf der anderen Seiten wird der Preisrückgang, des in Dollar gehandelten Rohöls währungsbereinigt abgeschwächt, wenn der €uro an Wert gegen den Dollar verliert. In Summe überwiegt zum Start der Woche eindeutig der Preisrückgang am Ölmarkt, so dass sich Autofahrer im Verlauf der aktuellen Woche wohl über fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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