Kraftstoffpreise gaben zum Start der Woche nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Zum Wochenstart gaben die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen nach. Mit im Durchschnitt rund 0,7 ct/l sanken die Dieselpreise in einer ähnlichen Größenordnung wie die Benzinpreise mit rund 0,8 Cent/Liter. Daher hat sich am Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER kaum etwas verändert, so dass dieser weiterhin bei über 26 Cent/Liter liegt. Auffällig bleibt die große Preisspanne von 30 Cent/Liter zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen an den deutschen Zapfsäulen. Dies zeigt, dass es sich zurzeit besonders lohnt zum richtigen Zeitpunkt die richtige Tankstelle anzusteuern.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,233 €uro je Liter
- Super: 1,495 €uro je Liter
- E10: 1,476 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,109 €/l zu 1,409 €/l (+ 30 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,659 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,639 €/l (+ 30 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Nach längerer Pause dominierten gestern mal wieder die Spekulanten den Ölmarkt und sorgten für einen Anstieg der Rohölpreise. An den Fundamentaldaten hat sich jedoch kaum etwas verändert. Der Ölmarkt bleibt überversorgt und es kann in den kommenden Wochen sogar mit einer Ausweitung des Angebotes gerechnet werden, wenn es im Streit um das iranische Atomprogramm zu einer Einigung kommen sollte, die es dem Iran ermöglicht seine Ölexporte zu erhöhen. Zudem planen auch andere wichtige Ölexportländer derzeit eine Erweiterung ihrer Förderleistung oder schließen diese zumindest nicht aus.

Dennoch kletterte die europäische Leitsorte BRENT auf Mittwoch um 1,3 $/b und notierte am Morgen bei 64,5 Dollar/Barrel. Als Grund für diesen nicht zwangsläufig notwendigen Anstieg wurden gute US-Konjunkturdaten und die Aussicht auf ein Ende der griechischen Schuldenkrise genannt. In den kommenden Tagen wird sich zeigen, wie nachhaltig der zu weiten Teilen spekulationsbedingte Ölpreisanstieg sein wird. Am Devisenmarkt konnten die Fortschritte in der Griechenlandfrage den €uro leider nicht stützen, so dass dieser erneut gegen die Öl-Währung Dollar nachgeben musste. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise daher eindeutig schlecht aus, so dass sich Autofahrer im Wochenverauf auf wieder anziehende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen sollten.

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