Kraftstoffpreise gaben weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben zum Wochenstart erneut leicht nachgeben. Hierbei sanken die Benzinpreise mit im Durchschnitt knapp 0,7 ct/l erneut deutlicher als die Dieselpreise, die um gut 0,3 Cent/Liter zurückgingen. Durch den stärkeren Rückgang der Benzinpreise ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel aktuell auf rund 29,5 Cent/Liter gesunken, was jedoch immer noch einer der höchsten Werte der vergangenen zwei Jahre ist. Auffällig bleibt auch, dass die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen besonders bei den Benzinpreisen immer größer wird. Mit einem Preisunterschied von 34 ct/l bei Benzin und 35 Cent/Liter bei Diesel lohnt es sich zurzeit besonders darauf zu achten wann und wo man tankt.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,162 €uro je Liter
- Super: 1,457 €uro je Liter
- E10: 1,438 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,399 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,309 €/l zu 1,649 €/l (+ 34 ct/l)
- E10: 1,289 €/l zu 1,629 €/l (+ 34 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Zum Beginn der Woche sah es am Ölmarkt zunächst kurz so aus als ob sich eine Gegenreaktion auf den zuvor anhaltenden Abwärtstrend einstellen würde. Allerdings stellte sich diese Gegenreaktion doch nur als kurzes Strohfeuer heraus und die Stimmung drehte wieder. In der Folge gab die europäische Leitsorte BRENT ihre am Vortag gemachten Gewinne fast wieder vollständig ab und ging auf Mittwoch um rund einen Dollar je Barrel zurück. Mit 49,0 $/b lag BRENT somit am Morgen wieder unter der psychologisch wichtigen 50-Dollar-Marke.

Die wichtigsten preisdrückenden Impulse kommen zurzeit aus China. Dort hat die chinesische Zentralbank den Yuan nun bereits den zweiten Tag in Folge deutlich abgewertet. Mit dieser Maßnahme soll der zuletzt schwache Export des Landes wieder angekurbelt werden. Gleichzeitig verteuert die Währungsabwertung aber den Import von Rohstoffen und bremst damit die Nachfrage nach Rohöl in der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt. Außerdem ist eine Konjunkturflaute im exportorientierten China auch ein Anzeichen für eine nicht so richtig in Schwung kommende weltweite Wirtschaftsentwicklung, so dass insgesamt nicht mit einem starken Nachfrageanstieg gerechnet werden kann.

Dies sieht auch die OPEC so und stellte in ihrem gestrigen Monatsreport fest, dass das Angebot auf dem Weltölmarkt in Zukunft deutlicher steigen werde als die Nachfrage. Ein Ende des erneuten Rohölpreisverfalls der letzten zwei Monate scheint somit nicht in Sicht zu sein. Am Devisenmarkt legte der €uro gestern spürbar gegen die Öl-Währung Dollar zu, was Öleinkäufe im Euroraum günstiger macht und sich somit auch preismindernd auf die Kraftstoffpreise auswirkt.

In Summe fallen die Vorgaben für die Spritpreise daher eindeutig verbraucherfreundlich aus und Autofahrer können sich im weiteren Wochenverlauf wohl auf weiter nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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