Kraftstoffpreise gaben um 0,5 Cent/Liter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Zum Wochenstart gaben die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen weiter nach. Mit im Durchschnitt rund 0,5 Cent/Liter sanken die Dieselpreise in einer ähnlichen Größenordnung wie die Benzinpreise. Daher ist auch der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER unverändert und liegt weiterhin bei rund 20 Cent/Liter. Auffällig bleibt, dass die zuvor extrem große Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen an den deutschen Zapfsäulen deutlich zurückgegangen ist. Mit einem Preisunterschied von rund 29 Cent/Liter ist die Spannweite zum ersten Mal seit knapp zwei Monaten wieder unter 30 ct/l gefallen.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,149 €uro je Liter
- Super: 1,349 €uro je Liter
- E10: 1,331 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,319 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,519 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,499 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Stimmung am Ölmarkt hat seit Wochenbeginn wieder gedreht. Während in der letzten Woche eine preisstützende Stimmung überwog, weicht diese nun wieder einer gedrückten Marktstimmung bei den Tradern. Daher gab die europäische Leitsorte BRENT seit Wochenstart um 3,6 $/b nach und notierte somit am Mittwochmorgen bei 49,3 Dollar/Barrel. Die Nachrichtenlage ist einfach zu erdrückend, so dass Spekulanten wohl wenig Chancen für einen nachhaltigen Ölpreisanstieg sehen und sich daher wieder aus dem Öl-Investment zurückziehen.

Auch die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) und die Internationalen Energie Agentur (IEA) sehen wenig Spielraum für einen anhaltenden Anstieg der Rohölpreise. So verkündete die OPEC in ihrem jüngsten Monatsbericht, dass die Ölproduktion im Septembner mit 31,6 Millionen Barrel pro Tag so hoch ausgefallen war wie seit dem Jahr 2012 nicht mehr. Darüber hinaus meldete die IEA, dass der Weltölmarkt wohl auch im kommenden Jahr überversorgt bleiben wird, da der Anstieg der Ölnachfrage hinter den Erwartungen bleiben wird, das Angebot aber gleichzeitig weiter steigen werde. Die Nachfrage wird besonders in den ölproduzierenden Ländern selbst zurückgehen, da diese weniger Öl verbrauchen, weil sich der niedrige Ölpreis auf deren Wirtschaftsentwicklung negativ auswirkt.

Auf der Angebotsseite rechnet die IEA zwar mit einem Rückgang der Ölförderung in Nicht-OPEC-Ländern, und dort besonders in den USA, aber dies wird durch eine steigende Förderung in anderen Ländern kompensiert werden. Vor allem der Iran wird seine Ölproduktion im kommenden Jahr um voraussichtlich 20 bis 25 Prozent steigern können. Dort wurde gestern auch ein weiterer Schritt in Richtung Aufhebung des westlichen Ölembargos gemacht, denn das iranische Parlament stimmte gestern dem ausgehandelten Atomabkommen zu.

Da der €uro am Devisenmarkt weiter gegen die Öl-Währung Dollar zulegen konnte, fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise durchweg verbraucherfreundlich aus. Daher können sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl über sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

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