Kraftstoffpreise gaben spürbar nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Wochenverlauf gaben die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen spürbar nach. Besonders die Dieselpreise gingen mit 1,2 ct/l in den letzten zwei Tagen deutlich zurück. Aber auch bei den Benzinpreisen war mit rund 0,9 ct/l eine kräftiger Peisnachlass zu verzeichnen. Durch die leicht unterschiedliche Entwicklung der beiden Kraftstoffsorten SUPER und Diesel ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Sorten wieder auf knapp 23 Cent/Liter angewachsen. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen ist mit bis zu 29 Cent/Liter weiterhin deutlich höher als zum Jahresbeginn. Daher lohnt es sich zurzeit besonders darauf zu achten welche Tankstelle man zu welcher Uhrzeit ansteuert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,254 €uro je Liter
- Super: 1,483 €uro je Liter
- E10: 1,464 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,139 €/l zu 1,429 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,639 €/l (+ 27 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,619 €/l (+ 27 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Auch wenn die Rohölpreise auf den heutigen Freitag wieder leicht gestiegen sind, so gaben sie in der Wochenbetrachtung in Summe klar nach. Insgesamt weist die europäische Leitsorte BRENT zwischen Dienstag und Freitag einen Rückgang um rund 2,3 $/b auf, so dass sie am Freitagmorgen bei 63 Dollar/Barrel gehandelt wurde. Generell weist die zuvor vorherrschende bullische Grundstimmung am Ölmarkt Risse auf.

Besonders die Nachricht, dass die US-Öllager trotz traditioneller Reisezeit in den USA nur geringfügig abgenommen haben, dass die Förderleistung der angeblich angeschlagenen US-Schieferölförderung wieder anzieht und dass der Irak seine Ölexporte ausweiten möchte, übte in dieser Woche Druck auf die Rohölpreise aus. Am Devisenmarkt konnte sich der €uro gegen die Öl-Währung Dollar stablisieren. Zwar lastet weiterhin die griechische Schuldenkrise auf der Gemeinschaftswährung, aber ins Bodenlose drückt diese Krise den €uro nicht.

Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise eher positiv aus und eine Down-Korrektur, der nach wie vor überhöhten Benzinpreise wäre möglich. Dennoch sollten sich Autofahrer am Wochenende eher auf stabile bis leicht steigende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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