Kraftstoffpreise gaben nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen driften immer weiter auseinander. In den letzten zwei Tagen gingen zwar beide Kraftstoffsorten zurück, aber erneut fiel der Rückgang bei Diesel mit gut 0,8 ct/l doppelt so hoch aus wie bei den Benzinpreisen, welche um 0,4 ct/l nachgaben. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hat sich somit aktuell auf über 30 Cent/Liter vergrößert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,174 €uro je Liter
- Super: 1,476 €uro je Liter
- E10: 1,457 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,399 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,649 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,629 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

 

Trotz der anhaltende Überversorgung am Weltölmarkt setzte gestern eine Gegenbewegung bei der europäischen Rohöl-Leitsorte BRENT ein, welche um 0,8 $/b kletterte. Da gestern keine neuen Fundamentaldaten bekanntgegeben wurden, muss der Anstieg schlicht als Reaktion darauf gesehen werden, dass BRENT zuvor die Marke von 50 $/b unterschritten hatte. Am heutigen Mittwochmorgen notierte BRENT mit 50,5 Dollar je Barrel wieder über dieser Marke und könnte sich dort in den kommenden Tagen stabilisieren.

Am Devisenmarkt legte der Dollar gegen den €uro zu, da die Zinswende in den USA immer näher rückt. Wenn die FED den US-Leitzins im September tatsächlich anheben wird, dann wird dies den Dollar weiter stärken, so dass einige Analysten bereits von einer sich dann einstellenden Parität von Dollar und €uro ausgehen. Bedingt durch die heutigen Währungsverluste bei gleichzeitig anziehenden Ölpreisen, fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise heute nicht verbraucherfreundlich aus.

Autofahrer sollten sich daher im weiteren Wochenverlauf auf tendenziell steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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