Kraftstoffpreise gaben leicht nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Zum Wochenstart gaben die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen endlich einmal nach. Mit knapp 0,2 ct/l sanken die Dieselpreise im Durchschnitt jedoch wieder stärker als die Benzinpreise, die im Mittel um rund 0,15 ct/l nachgaben. Trotz dieses längst überfälligen Rückgangs befinden sich besonders die Benzinpreise weiterhin auf einem überhöhten Niveau. Dies zeigt auch der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER, welcher weiterhin bei 23 Cent/Liter liegt.

Ebenfalls auffällig ist die große Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Spritpreisen an den deutschen Zapfsäulen. Denn mit 27 Cent/Liter lagen sowohl die Benzinpreise wie auch die Dieselpreise am gestrigen Dienstag erheblich auseinander. Dies zeigt das Sparpotential, welches sich ergibt wenn man zum richtigen Zeitpunkt die richtige Tankstelle ansteuert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,261 €uro je Liter
- Super: 1,491 €uro je Liter
- E10: 1,472 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,129 €/l zu 1,389 €/l (+ 27 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,619 €/l (+ 27 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,599 €/l (+ 27 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Weiterhin dominieren Spekukanten den Ölmarkt und sorgen dafür dass die Rohölpreise zum Wochenauftakt weiter gestiegen sind. Die Fundamentaldaten würden hingegen weiterhin einen Rückgang der Ölpreise möglich machen. Gestern gab es jedoch einige preistreibende Meldungen aus Saudi-Arabien und den USA, welche die bullische Grundstimmung am Ölmarkt weiter befeuerte. So wurde aus den USA ein Rückgang der dortigen Öllager gemeldet. Da sich die US-Öllager jedoch auf einem Allzeithoch befinden, wären die Auswirkungen auf die Ölpreise wohl kaum wahrnehmbar gewesen, wenn Anleger nicht jede preistreibende Meldung ausnutzen würden um die Rohölnotierungen steigen zu lassen.

Auch die Nachricht, dass die saudische Stadt Najran von Huthi-Kämpfern beschossen wurde und dass Saudi-Arabien seine Preise für Öllieferungen im Juni nach Europa und in die USA angehoben hat, muss nicht zwangsläufig zu einen Preissprung führen. Dennoch legte die europäische Leitsorte BRENT auf Mittwoch um weitere zwei Dollar je Barrel zu und notierte am Morgen bei 68,3 $/b. Am Devisenmarkt konnte der €uro erneut gegen die Öl-Währung Dollar zulegen. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise aber mal wieder schlecht aus. Daher müsste im Wochenverlauf wohl mit anziehenden Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen gerechnet werden. Aufgrund des überhöhten Preisniveaus sollten Autofahrer aber besonders bei den Benzinpreise auf eine Down-Korrektur hoffen dürfen.

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