Kraftstoffpreise gaben im Wochenverlauf weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im Wochenverlauf haben die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen weiter nachgegeben. Dennoch ist die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen mit bis zu 29 Cent/Liter weiterhin hoch, so dass es sich zurzeit besonders lohnt darauf zu achten welche Tankstelle man zu welcher Uhrzeit ansteuert. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel beträgt knapp 22,5 Cent/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,263 €uro je Liter
- Super: 1,486 €uro je Liter
- E10: 1,467 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,139 €/l zu 1,429 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,639 €/l (+ 27 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,619 €/l (+ 27 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Kraftstoffpreise wurden in dieser Woche durch einen Rückgang der Rohölpreise beeinflusst. Leider setzte in den vergangenen zwei Tagen eine Gegenreaktion auf die vorherigen Preisnachlässe ein, so dass die europäische Leitsorte BRENT zwischen Mittwoch und Freitag um insgesamt 1,9 $/b zulegte und am Morgen wieder bei 66,4 Dollar/Barrel notierte.

Als Grund für die Preisanstiege wurde ein Rückgang bei den US-Öllagern genannnt und auch der nachgebenden Dollarkurs, der für Anleger in anderen Währungsräumen eine Investition in die Rohölpreise attraktiver macht. Allerdings lässt sich auch ein ungebrochener Wille von Finanzanlegern erkennen die Ölpreise gar nicht erst in eine anhaltende Abwärtsbewegung kommen zu lassen, obwohl dies die Fundamentaldaten bzw. die anhaltende Überversorgung auf dem Weltölmarkt durchaus zulassen würden. Daher dominieren weiterhin Spekulanten den Ölmarkt und sorgen durch ihre Wette auf steigende Ölpreise indirekt selber dafür, dass genau dieser Anstieg auch eintritt.

Am Devisenmarkt profitierte der Dollar von mäßigen Wirtschaftszahlen aus der EU. Daher verlor der €uro gegen den Dollar an Wert und brachte somit preissteigernde Impulse für die Spritpreise. Insgesamt fallen die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt somit klar negativ aus und Autofahrer sollten sich am Wochenende auf stiegende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen.

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