Kraftstoffpreise gaben im Wochenverlauf weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Der seit Anfang Mai anhaltende Rückgang der Diesel- und Benzinpreise hat sich an den deutschen Tankstellen auch in dieser Woche weiter fortgesetzt. Nachdem Rückgang am vergangenen Wochenende haben die Benzinpreise auch im Wochenverlauf um weitere knapp 0,8 Cent/Liter nachgegeben. Auch die Dieselpreise sind in dieser Woche um weitere 0,4 Cent/Liter zurückgegangen.

Durch den stärkeren Rückgang der Benzinpreise ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER aktuell auf 23,5 Cent/Liter gesunken. Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen hat sich in dieser Woche erhöht, weil die Spritpreise an den günstigsten Tankstellen zu den besten Tankzeitpunkten gesunken und gleichzeitig die im Tagesverlauf höchsten Spritpreise an den teuersten Tankstellen geklettert sind.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,074 €uro je Liter
- Super: 1,309 €uro je Liter
- E10: 1,291 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,969 €/l zu 1,279 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,199 €/l zu 1,519 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,179 €/l zu 1,499 €/l (+ 32 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Nachdem das Department of Energy (DOE) in dieser Woche einen überraschenden Rückgang der US-Öllager gemeldet hatte, zogen die Rohölpreise kräftig und hielten die starken Gewinne auch weitestgehend bis zum Freitag. Insgesamt kletterte die europäische Leitsorte BRENT in dieser Woche um drei Dollar je Barrel und notierte somit am Freitagmoorgen bei 47,7 Dollar/Barrel. Auch die US-Sorte WTI zog um insgesamt 2,3 $/b an und wurde am Freitagmorgen bei 46,2 Dollar/Barrel gehandelt.

Laut Händlern sorgten in dieser Woche wachsenden Angebotsrisiken und besonders der überraschende Abbau der US-Öllager für Preisauftrieb. Zuvor hatten Analysten mit einem erneuten Anstieg der Ölreserven auf ein abermaliges Rekordhoch gerechnet. Zur Wochenmitte verkündete das DOE jedoch nicht nur einen Rückgang der amerikanischen Rohöllager um 3,4 Mio. Barrel, es meldete darüber hinaus auch einen Lagerabbau bei den Ölprodukten (Heizöl, Diesel und Benzin) in Höhe von 2,9 Mio. Barrel. Damit sind die gesamten US-Öllager um deutliche 6,3 Mio. Barrel gesunken und befinden sich mit in Summe knapp 936 Mio. Barrel auf dem tiefsten Stand seit Mitte März. Auch in der kommenden Woche könnten die Öllager weiter nachgeben, da sich dann der Rückgang der kanadischen Ölexporte stärker auf die US-Lagerbestände auswirken könnte. Denn Kanada ist einer der wichtigsten Öllieferanten für die USA.

Neben den US-Öllagern steht zurzeit auch die US-Ölförderung im Fokus der Händler. Im jüngsten Energy Outlook des US-Energieministeriums geht die Behörde davon aus, dass die Produktion von Rohöl in den USA in diesem Jahr bei durchschnittlich 8,6 Mio. Barrel/Tag liegen soll. Die Förderung im April 2016 soll bei durchschnittlich 9,0 Mio. Barrel/Tag gelegen haben und somit leicht unter der Ölförderung des Vormonats März. Zusammengefasst zeigt der Bericht weiterhin ein recht stabiles Bild der US-Ölförderung. Die Internationale Energieagentur (IEA) geht in ihrem jüngsten Monatsbericht davon aus, dass sich das weltweite Überangebot an Rohöl schneller abbauen wird als bislang angenommen. So könnte sich laut IEA bereits zum Ende des laufenden Jahres ein Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfrage am Ölmarkt einstellen könnte, da die ölnachfrage stärker wachsen und das Angebot zurückgehen soll.

Am Devisenmarkt gab der €uro seine starken Gewinne gegen den dollar von Anfang Mai in dieser Woche wieder ab. Trotz schwächerer US-Arbeitsmarktzahlen stand der €uro am Freitagmorgen nur noch bei 1,134 Dollar/€uro und somit auf dem tiefsten Stand seit Ende April. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise aktuell eher schlecht aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

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