Kraftstoffpreise gaben im Wochenverlauf nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben in der zurückliegenden Woche leicht nachgegeben. Insgesamt gingen die Preise für Diesel um gut 0,2 Cent/Liter zurück und die Benzinpreise gaben um rund 0,3 Cent/Liter nach. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER hat sich im Wochenverlauf bei rund 21,5 Cent/Liter stabilisiert. Ebenfalls stabilisiert sich die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreisen, welche aktuell bei rund 34 Cent/Liter liegt.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 0,996 €uro je Liter
- Super: 1,210 €uro je Liter
- E10: 1,193 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,889 €/l zu 1,229 €/l (+ 34 ct/l)
- Super: 1,109 €/l zu 1,439 €/l (+ 33 ct/l)
- E10: 1,089 €/l zu 1,419 €/l (+ 33 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Entwicklung der Ölpreise blieb ihrer Linie im Verlauf der zurückliegenden Handelswoche treu. An einem Tag runter, am nächsten Tag rauf und am darauf folgenden Tag wieder runter. Dieses stetige Schwanken begleitet uns nun seit Mitte Februar. Im Grunde genommen bewegen sich die Ölnotierungen im übergeordneten Trend zurzeit jedoch seitwärts. Die Volatilität der Ölpreise unterstreicht lediglich die unruhige Stimmung an den Rohstoffbörsen. Immer wieder testen Trader ob bei den Ölnotierungen nicht eine nachhaltigere Erholung möglich ist.

Gestützt wird diese Erwartung durch die immer lauter werdenden Warnungen von Politikern und Institutionen, die auf die Gefahren des Rohölpreisverfalls der vergangenen Monate hinweisen. Außerdem bleibt Russland im Kampf gegen den Ölpreisverfall hartnäckig und will in den kommenden Woche auch den Iran davon überzeugen seine Ölfördermengen auf dem Niveau vom Januar diesen Jahres zu belassen. Der Versuch den Iran davon abzuhalten seine Ölexporte, nach dem Ende der internationalen Wirtschaftssanktionen, wieder zu erhöhen gilt jedoch als sehr unwahrscheinlich. Und so lange das weltweite Überangebot an Rohöl weiterhin besteht, haben die Ölpreise kaum Spielraum nach oben.

Mit einigen Schwankungen haben die Ölpreise im gesamten Wochenverlauf jedoch leicht zugelegt. So kletterte die europäische Rohölleitsorte BRENT zwischen Dienstag- und Freitagmorgen in Summe um gut einen Dollar je Barrel und wurde somit am heutigen Freitagmorgen bei 35,3 Dollar/Barrel gehandelt. Die US-Sorte WTI legte im gleichen Zeitraum sogar um 1,7 $/b zu und notierte am Freitagmorgen bei 33,2 Dollar/Barrel. Für den leichten Aufwärtstrend der zurückliegenden Woche sorgten auch die neuesten US-Öllagerdaten des Department of Energy (DOE). Zwar meldete das DOE den erwarteten, erneuten Anstieg der Rohölbestände in Höhe von 3,5 Mio. Barrel. Da aber die Lager der Ölprodukte in Summe um 3,9 Mio. Barrel zurückgingen, war insgesamt ein leichter Abbau der US-Öllager um 0,4 Mio. Barrel zu verzeichnen.

Am Devisenmarkt hat der €uro seit Wochenbeginn rund ein Prozent an Wert gegen den Dollar eingebüßt. Nach dem kurzen Höhenflug von Mitte Februar hat sich der €uro-Dollar-Wechselkurs bei gut 1,10 $/€ stabilisiert. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Preisentwicklung zum Wochenende schlechter aus, so dass sich Autofahrer in den kommenden Tagen wohl auf steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

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