Kraftstoffpreise gaben im Wochenverlauf leicht nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben im Verlauf der aktuellen Woche nachgegeben. Allerdings fiel der Rückgang der Benzinpreise mit rund 0,2 Cent/Liter und der Dieselpreise mit gut 0,3 Cent/Liter nur gering aus. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER liegt weiterhin bei gut 24 Cent/Liter. Betrachtet man die Entwicklung der Spritpreise im gesamten April, so sind die Diesel- und Benzinpreise jeweils um rund drei bis 3,5 Prozent gestiegen. In der ersten Maiwoche sind die durchschnittlichen Kraftstoffpreise hingegen bereits um fast einen Cent je Liter gefallen.

Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen hat sich seit einigen Wochen bei knapp über 30 Cent/Liter stabilisiert. Für Benzin (E5) musste man am gestrigen Feiertag zu den besten Tankzeitpunkten an den günstigsten Tankstellen knapp 1,21 €uro/Liter zahlen. Die im Tagesverlauf teuersten Benzinpreise gingen jedoch auch auf knapp 1,52 €uro/Liter zurück. Die sich im Tagesverlauf ergebende Preisspanne zwischen den günstigsten und teuersten Preisen für Diesel lag gestern zwischen 95,9 Cent/Liter und 1,27 €uro/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,081 €uro je Liter
- Super: 1,323 €uro je Liter
- E10: 1,305 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,959 €/l zu 1,269 €/l (+ 31 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,519 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,499 €/l (+ 31 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Am Ölmarkt werden die preisdrückenden Fundamentaldaten zurzeit zwar wieder mehr zur Kenntnis genommen, dennoch blieb, nach den massiven Preisanstiegen von Ende April, bisher eine deutliche Preiskorrektur am weiterhin überversorgten Ölmarkt aus. Auch nachdem das US-Energieministerium DOE am Mittwoch einen erneuten Aufbau der amerikanischen Rohöllager um 2,8 Mio. Barrel auf ein neues Rekordhoch von 543,4 Mio. Barrel bekannt gab, gingen die Rohölpreise in der zweiten Wochenhälfte nur mäßig zurück. Insgesamt sank die europäische Leitsorte BRENT seit Anfang Mai jedoch immerhin um 2,8 $/b bzw. sechs Prozent, nachdem sie zuvor allerdings um rund 20 Prozent geklettert war. Auch die US-Ölsorte WTI gab im Mai um rund zwei Dollar je Barrel nach uns wurde somit am Freitagmorgen bei 43,8 Dollar/Barrel gehandelt.

Neben den weiter steigenden US-Öllagern zeigt sich auch die Ölförderung in den USA weiterhin recht stabil. Zudem hatten sich in letzter Zeit die Anzeichen verdichtet, dass die Ölförderung der OPEC nur noch knapp unter einem Allzeithoch liegt und dass auch Russland seine Ölexporte ausgeweitet hat, nachdem im April die Gespräche zur Förderbegrenzung in Doha krachend gescheitert waren. Dennoch hat die Stimmung der Börsenhändler bisher nicht so richtig gedreht und der große Ausverkauf am Ölmarkt blieb aus. So halten sich Händler mit Gewinnmitnahmen weiterhin zurück, obwohl die Ölnotierungen zuletzt um rund 20 Prozent gestiegen waren. Trotzdem gehen viele Analysten davon aus, dass die Ölpreise aktuell ein beträchtliches Kurskorrekturpotential nach unten haben, zumindest wenn die anhaltende Überversorgung und die reichlich vorhandenen, preisdrückenden Nachrichten an den Börsen wieder zur Kenntnis genommen werden.

Am Devisenmarkt musste der €uro seine zuletzt gegen den Dollar erzielten Gewinne zum Teil wieder abgeben. Obwohl die Zahl der hoher Arbeitslosenanträge in den USA gestiegen ist und die US-Arbeitslosenquote ein wichtiger Gradmesser für mögliche Zinsanhebungen der FED ist, konnte der Dollar etwas überraschend an Wert zulegen. Anscheinend schenken Devisenhändler Aussagen aus dem Umfeld der FED, dass eine US-Zinsanhebung im Juni immer noch als eine reale Option sei, größere Beachtung. Zumindest ging die Gemeinschaftswährung am Freitagmorgen auf rund 1,14 Dollar/€uro zurück. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise recht neutral aus, so dass sich Autofahrer am Wochenende auf stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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