Kraftstoffpreise gaben am Wochenende weiter nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am Wochenende haben die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen weiter nachgegeben. Besonders die Benzinpreise haben in den letzten zwei Wochen eine regelrechte Talfahrt hingelegt, welche jedoch auch seit langem überfällig war. Insgesamt haben die Benzinpreise in den vergangenen 14 Tagen um gut 4 ct/l nachgegeben. Die Dieselpreise sind im selben Zeitraum um gut 2,5 ct/l zurückgegangen, befanden sich jedoch auch, im Gegensatz zu den Benzinpreisen, bereits seit Mitte Mai in der Abwärtsbewegung.

Zwar ist der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER durch die letzten Entwicklungen zurückgegangen, mit aktuell knapp 29 Cent/Liter befindet er sich jedoch immer noch auf einem sehr hohen Niveau. Auch ist der Preisunterschied zwischen den teuersten und günstigsten Tankstellen mit 31 ct/l bei Benzin und 35 ct/l bei Diesel weiterhin auf einem hohen Level.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,194 €uro je Liter
- Super: 1,483 €uro je Liter
- E10: 1,464 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,049 €/l zu 1,399 €/l (+ 35 ct/l)
- Super: 1,339 €/l zu 1,649 €/l (+ 31 ct/l)
- E10: 1,319 €/l zu 1,629 €/l (+ 31 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Am Ölmarkt ist Stimmung in den letzten Wochen klar bärisch, was sich auch am heutigen Montag fortgesetzt hat. So gaben die Rohölpreise zum Wochenauftakt erneut spürbar nach und die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT notierte am Montagmorgen mit 54,6 $/b um rund einen Dollar niedriger als am Freitagmorgen. Der Grund für die Talfahrt der Ölnotierungen liegt in der anhaltenden und sogar anwachsenden Überversorgung des Weltölmarktes. Auf der Angebotsseite befinden sich die Ölfördermengen in allen wichtigen Förderländern innerhalb und außerhalb der OPEC auf Rekordständen, so dass sich mittlerweile eine Überversorgung von rund zwei Mio. Barrel pro Tag ergeben hat.

In den USA nahmen die Ölbohraktivitäten zuletzt sogar wieder zu, nachdem zuvor ein Rückgang der US-Schieferölförderung prognostiziert wurde. Zudem kommt die Konjunktur weltweit nicht so richtig in Schwung, was sich auf die Nachfrage auswirkt. Daher stehen die Rohölpreise massiv unter Druck und entsprechend dem Abwärtstrend am Ölmarkt befinden sich auch die Dieselpreise wieder auf dem Niveau vom Dezember des letzten Jahres. Die Benzinpreise sind von diesem Stand hingegen noch sehr weit entfernt. Am Devisenmarkt wertete der €uro seit Jahresbeginn kräftig gegen den Dollar ab, so dass nicht die gesamten Preisnachlässe des in Dollar gehandelten Rohöls auf dem europäischen Markt ankamen.

In den letzten Wochen pendelte sich der €uro jedoch auf einem schwachen Level von rund 1,10 $/€ ein. In Summe üben die preisdrückenden Impulse vom Rohölmarkt derzeit Druck auf die Spritpreise aus, so dass sich Autofahrer auch in den kommenden Tagen auf weiter sinkende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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