Kraftstoffpreise gaben am Wochenende nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im November sind die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen recht deutlich geklettert. So sind die Durchschnittspreise für Diesel in den vergangenen beiden Wochen um 3,6 ct/l und die Benzinpreise um 3,8 Cent/Liter gestiegen. Aktuell scheint sich die Lage am heimischen Kraftstoffmarkt jedoch wieder zu drehen. So gaben die Diesel- und Benzinpreise am Wochenende um rund 0,9 Cent/Liter nach.

Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER liegt aktuell bei gut 20 Cent/Liter. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen hat sich am Wochenende auf bis zu 34 Cent/Liter erhöht, weil die teuersten Spritpreise eines Tages nicht nach unten gegangen sind, sondern nur die im Tagesverlauf günstigsten Diesel- und Benzinpreise. Wer am Wochenende zum richtigen Zeitpunkt die günstigsten Tankstellen angesteuert hat, der konnte Diesel für unter einen €uro und Benzin (E5) für knapp 1,21 €uro/Liter tanken. Man kann also von den aktuell günstigen Spritpreisen profitieren, wenn man darauf achtet zur welcher Uhrzeit man welche Tankstelle ansteuert.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,154 €uro je Liter
- Super: 1,355 €uro je Liter
- E10: 1,337 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,339 €/l (+ 34 ct/l)
- Super: 1,209 €/l zu 1,539 €/l (+ 33 ct/l)
- E10: 1,189 €/l zu 1,519 €/l (+ 33 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die abscheulichen Terroranschläge in Paris und der nun zu erwartende militärische Gegenschlag Frankreichs haben bisher nur geringe Reaktionen an den Finanzmärkten hervorgerufen. Auch die Ölpreise blieben nahezu unberührt. Zwar legte die europäische Leitsorte BRENT um 0,7 $/b auf am Morgen 44,8 Dollar/Barrel zu, dafür gab die US-Sorte WTI jedoch um weiter 0,5 $/b nach und der OPEC-Basketpreis fiel sogar unter 40 Dollar/Barrel. Insgesamt zeigt sich der Ölmarkt somit am heutigen Montag nur wenig verändert.

Im Rückblick auf die vergangene Woche bleibt allerdings festzuhalten, dass die Ölpreise den stärksten Wochenrückgang seit rund acht Monaten zu verzeichnen hatten. So gab BRENT innerhalb von einer Woche um knapp neun Prozent nach, was auf das weiterhin hohe Angebot auf dem Weltölmarkt und den starken Dollar zurückgeführt werden kann. Zudem sind die Öllager weltweit extrem gut gefüllt, was laut dem aktuellen Monatsbericht der Internationalen Energieagentur (IEA) "ein gutes Polster gegen bullishe Einflussfaktoren im kommenden Jahr" geben sollte.

Am Devisenmarkt bleibt der €uro weiterhin schwach und gab seine zuvor gegen den Dollar erkämpften Gewinne wieder ab. Heute könnte eine anstehende Veröffentlichung von EZB-Chef Draghi neue Hinweise zur künftigen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank bringen. Allerdings muss eher mit belastenden Aussagen für die Gemeinschaftswährung gerechnet werden, so dass der €uro weiter gegen die Öl-Währung Dollar nachgeben könnte und somit für einen indirekten Anstieg der heimischen Kraftstoffpreise sorgt.

Aufgrund der extrem niedrigen Ölpreise fallen die Vorgaben für die Diesel- und Benzinpreise dennoch verbraucherfreundlich aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf über erneut leicht sinkende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können sollten.

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