Kraftstoffpreise gaben am Wochenende leicht nach

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben am Wochenende leicht nachgeben. Besonders die Benzinpreise gaben mit im Durchschnitt rund 0,6 ct/l fast dreimal so stark nach wie die Dieselpreise, die um gut 0,2 Cent/Liter zurückgegangen waren. Damit haben die Benzinpreise einen Teil des übermäßigen Anstiegs der letzten Wochen wieder abgegeben, dennoch bedürfen sie weiterhin einer deutlichen Korrektur nach unten. Durch den stärkeren Rückgang der Benzinpreise ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel wieder auf unter 22,5 Cent/Liter gesunken.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,268 €uro je Liter
- Super: 1,491 €uro je Liter
- E10: 1,473 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,139 €/l zu 1,409 €/l (+ 27 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,629 €/l (+ 27 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,609 €/l (+ 27 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Rohölpreise sind zum Wochenauftakt leicht gestiegen, dennoch weisen einige Faktoren darauf hin, dass die seit Wochen vorherrschende bullische Grundstimmung am Ölmarkt Risse aufweist. In den letzten knapp zwei Monaten setzten Spekulanten am Ölmarkt stets darauf, dass die Ölproduktion in den USA aufgrund des Preisdrucks zurückgehen wird, was das Angebot auf dem Weltölmarkt sinken lassen und somit zu steigenden Rohölpreisen führen würde. Nun mehren sich in den USA jedoch Aussagen, dass die dortige Fracking-Branche wohl gut mit den aktuellen Ölpreisen von rund 60 $/b arbeiten kann und sogar neue Projekte geplant sind.

Zudem ist die Branche sehr flexibel und kann auf die steigende oder fallende Ölpreise sehr schnell mit Produktionssteigerungen oder -Rückgängen reagieren. Dies deutet nachhaltig darauf hin, dass der Preiskampf um Marktanteile zwischen Saudi-Arabien und der boomenden US-Schieferölförderung nicht entschieden ist. Daher ist und bleibt der Weltölmarkt für die nächsten Monate überversorgt. Diese Meinung scheint auch in der Finanzbranche mehr Gehör zu finden, was in den kommenden Tagen zu einem Rückgang der Spekulationen auf steigende Preise und einem Abstoßen von Ölkontrakten führen könnte. Dennoch legte die europäische Leitsorte BRENT auf Montag erstmal um minimale 0,1 $/b zu und notierte am Morgen bei 65,5 Dollar/Barrel.

Am Devisenmarkt gab der €uro gegen die Öl-Währung Dollar nach und brachte somit weitere preistreibende Impulse für die Kraftstoffpreise. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise somit zum Wochenstart eher schlecht aus. Im weiteren Wochenverlauf kann jedoch mit freundlicheren Aussichten gerechnet werden. Aus diesem Grund und weil besonders die Benzinpreise weiterhin auf einem überhöhten Niveau liegen, sollten sich Autofahrer im Wochenverlauf auf nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen dürfen.

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