Kraftstoffpreise folgen den Vorgaben der Finanzmärkte

Benzinpreise - Entwicklung

Der sogenannte Dieselskandal von 2015 hat nicht nur spürbare Folgen bei der Produktion und bei den Verkaufszahlen von Dieselfahrzeugen für die Autohersteller, sondern hat auch gravierende Auswirkungen auf die Autobesitzer mit Dieselmotor. Neben Fahrverboten in einzelnen Straßen wie z.B. in Hamburg, setzen immer mehr Städte auf Fahrverboten in größeren Gebieten. In Berlin dürfen Dieselfahrzeuge nicht mehr in der Innenstadt fahren und in Städten wie Stuttgart dürfen sie gar nicht mehr fahren.

Während Dieselfahrer zu Beginn der Woche zumindest noch von der Entwicklung der Kraftstoffpreise anhand von Preisrückgängen profitieren konnten, wurde das Minus der letzten Woche durch den aktuellen Preisanstieg des gemittelten Dieselpreises um 0,5 Cent/Liter komplett ausgeglichen. Die beiden Benzin-Sorten (Super E5 und E10) hingegen führen die seit einer Woche anhaltende Aufwärtsbewegung mit einem Plus von 0,4 Cent/Liter weiter fort. Nach einer leichten Abschwächung zur Mitte des Monats, kehren die Preise der Benzinsorten auf dem hohen Niveau von Anfang des Monats zurück.

Grund für den jüngsten Preisanstieg bei den Diesel- und Benzinpreisen ist die Entwicklung am Rohölmarkt. Wie so häufig folgen die Kraftstoffpreise den Vorgaben der internationalen Finanzmärkte mit einer leichten Verzögerung. Die am Ölmarkt gehandelten Rohölsorten Brent und WTI haben in der vergangenen Woche aufgrund von einer möglichen Annäherung im seit fast eineinhalb Jahren andauernden Wirtschaftskonflikt zwischen China und den USA, mit Aufschlägen von bis zu vier Prozent innerhalb eines Handelstages reagiert und zu den höchsten Rohölpreisen des aktuellen Monats geführt.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Auch nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann wieder spürbar an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,254 €uro je Liter
- Super: 1,404 €uro je Liter
- E10: 1,381 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

- Diesel: 1,159 €/l zu 1,569 €/l (+ 41 ct/l)
- Super: 1,299 €/l zu 1,719 €/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,279 €/l zu 1,699 €/l (+ 42 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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