Kraftstoffpreise erreichen neue Langzeittiefs

Benzinpreise - Entwicklung

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen werden auch zu Beginn der neuen Woche von den turbulenten Entwicklungen am Rohölmarkt beeinflusst. So ergab sich letzte Woche das erste Mal in der Geschichte des Ölmarktes die absurde Situation, dass man Geld dafür bekommen hat, wenn man Öl gekauft hat. Auch wenn diese Situation nur von kurzer Dauer war, notieren die Rohölpreise weiterhin auf einem Preisniveau, das im aktuellen Jahrtausend noch nicht vorhanden war.

Eine vergleichbare Situation hätte an den heimischen Tankstellen wohl für tumultartige Zustände gesorgt, diese blieb jedoch aus. Doch auch wenn Deutschlands Autofahrer weiterhin fürs Tanken bezahlen müssen, so darf die Entwicklung der Kraftstoffpreise weiterhin als äußerst verbraucherfreundlich bezeichnet werden. So sind die Diesel-und Benzinpreise in letzten sieben Wochen nahezu konstant gefallen und nahezu jede Woche wurden neue Tiefststände erreicht.

Gestern haben sowohl die Benzinpreise mit 1,136 (E10) €uro/Liter bzw. 1,164 €uro/Liter (E5) €uro/Liter, als auch der gemittelte Dieselpreis mit 1,044 €uro/Liter neue Langzeittiefs erreicht. Dennoch fällt aktuell noch deutlich als zuvor auf, dass es sich besonders lohnt darauf zu achten, wann man welche Tankstelle ansteuert, denn die Preisschwankungen, die sich zwischen den Tankstellen innerhalb eines Tages ergeben, belaufen sich je nach Kraftstoffart aktuell auf bis zu 52 Cent/Liter.

Trotz immer weiter sinkender Spritpreise sollte beachtet werden, dass die Kraftstoffpreise zum Großteil aus der Mineralöl- oder auch Energiesteuern bestehen. Bei diesem Bestandteil des Benzin- bzw. Dieselpreises handelt es sich um einen Fixbestandteil, sodass die weiteren Grenzen nach unten begrenzt sind. Darin ist auch die Erklärung zu finden, dass die Preisrückgänge an den Tankstellen mit rund 20 Prozent, im Verglich zum Rohölpreis mit einem Minus von ca. 80%, deutlich geringer ist.

Statistisch gesehen bleibt die beste Uhrzeit um billig zu tanken zwischen 20:00 und 22:00 Uhr. Kurz davor erhöhen viele Gesellschaften die Preise jedoch, weil viele Verbraucher noch nicht mitbekommen haben, dass sich die günstigste Uhrzeit zum Tanken, seit einigen Monaten nach hinten verschoben hat. Nach 22:00 Uhr ziehen die Spritpreise dann jedoch wieder kräftig an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,106 €uro je Liter
- Super: 1,228 €uro je Liter
- E10: 1,200 €uro je Liter

 

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,989 €/l zu 1,389 €/l (+ 40 ct/l)
- Super: 1,089 €/l zu 1,539€/l (+ 45 ct/l)
- E10: 1,059 €/l zu 1,519 €/l (+ 43 ct/l)

 

 

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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