Kraftstoffpreise erneut gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen haben zum Wochenstart erneut leicht nachgeben. Hierbei sanken die Benzinpreise mit im Durchschnitt gut 0,7 ct/l weniger deutlich wie die Dieselpreise, die um rund einen Cent je Liter zurückgingen. Durch den schwächeren Rückgang der Benzinpreise ist der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel aktuell wieder auf über 29 Cent/Liter geklettert. Der hohe Preisunterschied ist dabei weniger auf zu günstige Dieselpreise und mehr auf teure Benzinpreise zurückzuführen. Auffällig bleibt auch die große Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen. Mit einem Preisunterschied von bis zu 33 Cent/Liter lohnt es sich zurzeit besonders darauf zu achten wann und wo man tankt.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,185 €uro je Liter
- Super: 1,475 €uro je Liter
- E10: 1,456 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,069 €/l zu 1,399 €/l (+ 33 ct/l)
- Super: 1,359 €/l zu 1,649 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,339 €/l zu 1,629 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Zum Beginn der Woche sah es am Ölmarkt zunächst so aus als ob sich der anhaltender Abwärtstrend fortsetzen würde, am heutigen Mittwoch wurde die Talfahrt der Rohölpreise jedoch erst mal gestoppt und die Ölnotierungen stabilisierten sich auf ihrem derzeit sehr niedrigen Level. So stand sich die europäische Leitsorte BRENT am Mittwochmorgen bei 53,2 Dollar/Barrel und notierte somit rund 0,1 $/b höher als gestern Morgen.

Die Nachrichtenlage war am gestrigen Handelstag jedoch eher bärisch. Schwache Konjunkturdaten, Kurseinbruch an der chinesischen Börse, eine erneut gestiegene weltweite Ölförderung und gemäß der jüngsten API-Zahlen auch wieder gestiegene Öllagerbestände in den USA, hätten die Ölnotierungen weiter unter Druck setzen können. Da dies jedoch ausblieb, könnte sich bei den aktuell sehr niedrigen Ölpreisen nun eine Erholung einstellen. Sollte diese tatsächlich kommen, so könnte sie bedingt durch die Charttechnik und automatisierte Zukäufe auch recht kräftig ausfallen.

Am Devisenmarkt hält sich der €uro zwar auf niedrigem Niveau aber derzeit stabil gegen die Öl-Währung Dollar. Daher fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise insgesamt neutral aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf wohl darauf einstellen müssen, dass der Abwärtstrend vorläufig ein Ende finden wird und sich die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen stabilisieren werden.

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