Kraftstoffpreise erneut gestiegen

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen sind im Verlauf der aktuellen Woche weiter gestiegen. Dabei fiel der Anstieg der Benzinpreise mit rund 1,0 Cent/Liter etwas deutlicher aus als der Anstieg der Dieselpreise in Höhe von 0,75 Cent/Liter. Dementsprechend hat sich der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER aktuell auf knapp 25 Cent/Liter erhöht. Betrachtet man die Entwicklung der Spritpreise im gesamten April, so sind die Diesel- und Benzinpreise jeweils um rund drei bis 3,5 Prozent gestiegen.

Der Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen ist im Laufe des Aprils zurückgegangen, weil die im Tagesverlauf günstigsten Spritpreise stärker gestiegen sind als die schlechtesten Angebote an den teuersten Tankstellen. Aktuell liegt die Preisdifferenz weiterhin recht stabil bei gut 30 Cent/Liter. Für Benzin (E5) musste man am gestrigen Donnerstag zu den besten Tankzeitpunkten an den günstigsten Tankstellen jedoch erstmals wieder über 1,20 €uro/Liter zahlen. Die im Tagesverlauf teuersten Benzinpreise blieben hingegen konstant bei knapp 1,52 €uro/Liter. Die sich im Tagesverlauf ergebende Preisspanne zwischen den günstigsten und teuersten Preisen für Diesel liegt aktuell zwischen 96,9 Cent/Liter und 1,29 €uro/Liter.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,075 €uro je Liter
- Super: 1,323 €uro je Liter
- E10: 1,305 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,969 €/l zu 1,289 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,219 €/l zu 1,519 €/l (+ 30 ct/l)
- E10: 1,199 €/l zu 1,499 €/l (+ 30 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Der Ölmarkt entkoppelt sich zurzeit weiter von den Fundamentaldaten und zeigt sich aktuell von seiner finanzmarktgetriebenen Seite. So kann auch eine anhaltend preisdrückende Nachrichtenlage im weiterhin überversorgten Ölmarkt zurzeit nicht für eine Kurskorrektur, der zuletzt deutlich nach oben getriebenen Ölpreise sorgen. Selbst nachdem das US-Energieministerium DOE in dieser Woche einen erneuten Aufbau der amerikanischen Rohöllager um 2,0 Mio. Barrel auf ein neues Rekordhoch von 540,6 Mio. Barrel bekannt gab, wurde der Anstiege der Rohölpreise nur kurz abgebremst. Insgesamt legte die europäische Leitsorte BRENT im Laufe dieser Woche um 3,5 $/b zu und auch die US-Ölsorte WTI kletterte um drei Dollar je Barrel. Mit 48,1 und 46 Dollar/Barrel notierten die Rohölleitsorten BRENT und WTI somit am Freitagmorgen auf dem höchsten Stand seit einem knappen halben Jahr.

Das zuvor schon bestehende Korrekturpotenzial der Ölpreise hat sich durch den kräftigen Preisanstieg um 16 Prozent in dieser Woche weiter erhöht. Dies muss bei der aktuellen Marktlage jedoch nichts bedeuten, denn der Börsenhandel mit Rohöl ist zurzeit weniger von Fundamentaldaten als von Spekulationen geprägt. Laut Analysten und Institutionen wie der IEA oder der Weltbank stabilisiert sich der Ölpreis aktuell besonders aufgrund der zuletzt gesunkenen Ölproduktion in den USA. Daher blendeten Börsenhändler anscheinend die weiterhin preisrückende, fundamentale Datenlage am Ölmarkt aus und legten den Fokus auf die Entwicklungen des US-Ölmarktes. Allerdings kamen vom US-Ölmarkt in dieser Woche dann doch keine bullischen Meldungen, sondern es wurde ein Aufbau der gesamten Öllager auf das Rekordhoch von 940,1 Mio. Barrel verkündet und auch die amerikanische Schieferölförderung zeigt sich weiterhin robust. Obwohl sich damit auch die letzten preistreibend zu wertenden Impulse in Luft aufgelöst hatten, blieb eine Preiskorrektur nach unten bisher aus.

Am Devisenmarkt konnte der €uro zuletzt wieder kräftig gegen den Dollar zulegen und kletterte in dieser Woche mit 1,139 Dollar/€uro wieder in die Nähe seines aktuellen Jahreshochs. Insgesamt überlagern die jüngsten Entwicklungen am Rohölmarkt jedoch die Währungsgewinne deutlich, so dass sich Autofahrer am Wochenende auf weiter steigende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen müssen.

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