Kraftstoffpreise entwickelten sich nach Ostern uneinheitlich

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Die Diesel- und Benzinpreise haben sich in dieser Woche ganz unterschiedlich entwickelt. Während die Dieselpreise an den heimischen Tankstellen spürbar zurückgegangen sind, legten die Benzinpreise weiter zu. Insgesamt gaben die durchschnittlichen Dieselpreise zwischen Montag und Donnerstag um über 1,5 Cent nach. Die gemittelten Benzinpreise sind im gleichen Zeitraum hingegen um rund 0,9 Cent/Liter gestiegen. Der Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER ist dementsprechend erneut deutlich geklettert und liegt aktuell bei gut 24 Cent/Liter. Vor 10 Tagen hatte der Preisunterschied noch bei gut 19,5 Cent/Liter gelegen.

An dem weiterhin hohen Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf günstigsten und teuersten Diesel- und Benzinpreisen hat sich nichts geändert. Mit aktuell bis zu 37 Cent/Liter liegt diese Preisdifferenz immer noch auf dem höchsten Stand seit September des letzten Jahres. In dieser Woche ist der Anstieg darauf zurückzuführen, dass die im Tagesverlauf teuersten Spritpreise stärker gestiegen sind als die günstigsten Angebote an den deutschen Tankstellen. Es lohnt sich daher zurzeit besonders darauf zu achten, welche Tankstelle man wann ansteuert.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Donnerstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,039 €uro je Liter
- Super: 1,281 €uro je Liter
- E10: 1,260 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Donnerstag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,929 €/l zu 1,269 €/l (+ 34 ct/l)
- Super: 1,159 €/l zu 1,529 €/l (+ 37 ct/l)
- E10: 1,139 €/l zu 1,509 €/l (+ 37 ct/l)

Bezogen auf den statistischen Durchschnittspreis liegt der beste Zeitpunkt zum Tanken weiterhin zwischen 18 und 20 Uhr. Hierbei ist während des gesamten Tages zumeist ein kontinuierlicher Preisrückgang festzustellen, so dass um 19.00 Uhr herum die Tiefstpreise erreicht werden. Ab 20 Uhr ziehen die Kraftstoffpreise dann zumeist wieder deutlich an.

Allerdings brechen einige Tankstellen auch aus dieser Preissetzung aus. Daher kann bei der richtigen Wahl der Tankstelle auch zu anderen Zeitpunkten genauso günstig getankt werden, wie im Durchschnitt zwischen 18 und 20 Uhr. Auch gibt es zu jedem Zeitpunkt des Tages erhebliche Abweichungen zwischen den verschiedenen Tankstellen. Um bei der Vielzahl der Tankstellen die jeweils richtige Tankstelle zu finden, bietet unsere Tankstellensuche eine neutrale Unterstützung.

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

In der zurückliegenden Woche sah es zunächst so aus als würden die Rohölpreise eine Preiskorrektur nach unten vollziehen. Viele Analysten hatten eine Kurskorrektur auch für notwendig gehalten, da die Ölpreise in den vergangenen Wochen deutlich angezogen waren, ohne dass es hierfür entsprechende Meldungen gegeben hätte. So ist der Weltölmarkt weiterhin überversorgt und wird dies wohl auch noch einige Zeit bleiben. Allerdings ziehen sich die zuletzt stärker im Ölmarkt engagierten Spekulanten nicht so schnell zurück wie dies von einigen Experten angenommen wurde und so legten die Ölnotierungen zum Wochenschluss dann doch wieder zu.

Besonders der in dieser Woche regelrecht eingebrochene Dollarkurs stützte die Ölpreise, denn Öl wird weltweit in Dollar gehandelt und wenn der Dollar schwächelt, führt dies zu währungsbereinigt günstigeren Ölpreisen in Länder mit anderen Währungen. Dies sorgt wiederum für einen Anstieg der Nachfrage und letztlich für steigende Ölpreise. So notierte die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT am Freitagmorgen um 0,2 $/b höher als am Dienstagmorgen und wurde zum Wochenende mit 40,1 Dollar/Barrel wieder über der psychologisch wichtigen 40-Dollar-Marke gehandelt.

Dabei dominierten in dieser Woche eigentlich wieder die preisdrückenden Nachrichten den Ölmarkt. So waren die amerikanischen Rohöllager mit knapp 535 Mio. Barrel wieder einmal auf ein neues Rekordhoch geklettert und es gab verschiedene Meldungen, dass sich die OPEC-Fördermengen ausgeweitet haben und sich im April wohl auch noch weiter erhöhen könnten. So waren die Ölfördermengen im Irak und Iran im März gestiegen. Außerdem planen Kuwait und Saudi-Arabien die Produktion in einem gemeinsam betriebenen Ölfeld wieder aufzunehmen, in welchem täglich bis zu 300.000 Barrel Rohöl gefördert werden könnten.

Wie oben bereits erwähnt, spielte aber der Devisenmarkt in dieser Woche eine entscheidende Rolle. Nachdem FED-Chefin Yellen am Dienstag die Vorgehensweise für die nächste US-Zinserhöhung von „mit Augenmaß“ auf „garantiert vorsichtig“ geändert hatte, brach der Dollarkurs regelrecht ein. Der €uro legte dementsprechend um knapp zwei Prozent gegen den Dollar zu und kletterte am heutigen Freitagmorgen mit knapp 1,14 €uro/Dollar auf den höchsten Stand seit Mitte Oktober des letzten Jahres. Nachdem die Kraftstoffpreise über Ostern kräftig zugelegt hatten, können sich Autofahrer an diesem Wochenende wohl über stabile oder sogar fallende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen.

Zurück