Kraftstoffpreise auf Langzeittief gesunken

Benzinpreise - Entwicklung

Die anhaltende Abwärtskorrektur am Kraftstoffmarkt hat die Spritpreise an den deutschen Tankstellen auf neue Langzeit-Tiefststände fallen lassen. Denn trotz des zumeist preistreibend wirkenden Wochenendes gingen die die Diesel- und Benzinpreise in den zurückliegenden Tagen um weitere 1,8 Cent/Liter zurück. Seit dem Langzeithoch von Mitte November sind die durchschnittlichen Benzinpreise (SUPER E5) nun bereits um beachtliche 13,6 Cent/Liter bzw. rund neun Prozent gesunken. Die gemittelten Dieselpreise gingen seitdem sogar um 15 Cent/Liter bzw. 10,5 Prozent zurück.

Insgesamt handelt es sich bei der aktuellen Abwärtsbewegung auf dem heimischen Kraftstoffmarkt jedoch nur um eine überfällige Korrektur der Diesel- und Benzinpreise, denn die Ölpreise befinden sich bereits seit über zwei Monaten auf Talfahrt. Der Preisrückgang am Weltölmarkt ist bei den Autofahrern zuvor aber nicht angekommen, weil es aufgrund des Niedrigwassers entlang wichtiger Binnenschifffahrtsrouten und weiterer Faktoren, zu weitreichenden Logistikproblemen in der Mineralölbranche gekommen war.

In den vergangenen Wochen hat sich die Transportsituation von Mineralölprodukten jedoch deutlich verbessert und auch die Politik hatte zuletzt Maßnahmen ergriffen, wie die Freigabe von Ölprodukten aus der nationalen Notreserve oder das Aufheben von Sonntags-Fahrverboten für Tanklaster, um die Spritpreise an den Tankstellen zu senken. Alle diese Faktoren haben dazu geführt, dass sich die Spritpreise kurz vor dem Weihnachts-Reiseverkehr wieder normalisieren. Auch wenn die Diesel- und Benzinpreise im Süden Deutschlands weiterhin höher sind als im Norden, so haben sich die Preise in allen Bundesländern wieder spürbar angenähert.

Mit Blick auf die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt haben die Preise an den Zapfsäulen allerdings noch etwas Spielraum nach unten, weshalb sich Autofahrer wohl auch in dieser Woche über weiter sinkende Spritpreise freuen können. So könnten die durchschnittlichen Benzinpreise zurzeit bei rund 1,41 €uro/Liter liegen anstatt bei den aktuellen 1,43 €uro/Liter und die Dieselpreise könnten im bundesweiten Durchschnitt sogar zurzeit bei rund 1,23 €uro/Liter liegen anstatt den aktuellen 1,30 €uro/Liter.

Die Preisdifferenz zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Preisen an den Tankstellen hat sich zuletzt verringert, ist mit bis zu 40 Cent/Liter weiterhin überdurchschnittlich hoch. Es lohnt sich daher zurzeit besonders darauf zu achten wann man welche Tankstelle ansteuert.

Benzinpreise - Zahlen

billiger tanken

 

Die statistisch beste Uhrzeit zum günstigen Tanken liegt seit Monaten stets zwischen 20:00 und 22:00 Uhr, jedoch bieten einige Tankstellen auch zu anderen Uhrzeiten bereits Tagestiefstpreise an. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen wie gewohnt ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.



Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,302 €uro je Liter
- Super: 1,430 €uro je Liter
- E10: 1,408 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,169 €/l zu 1,559 €/l (+ 39 ct/l)
- Super: 1,279 €/l zu 1,679 €/l (+ 40 ct/l)
- E10: 1,259 €/l zu 1,659 €/l (+ 40 ct/l)

 


* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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