Kraftstoffpreise am Wochenende nahezu unverändert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Im September haben sich die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen recht wenig bewegt. So sind die Durchschnittspreise für Diesel in den letzten zwei Wochen um 0,6 ct/l gestiegen und die Benzinpreise um 0,5 Cent/Liter gesunken. Auch am vergangenen Wochenende gab es nahezu keine Veränderung der Diesel- und Benzinpreise.

Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER liegt daher weiterhin bei gut 22 Cent/Liter. Auffällig bleibt, dass die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen mit bis zu 41 Cent/Liter weiterhin sehr hoch ist, weil die teuersten Spritpreise eines Tages seit Monaten nicht nach unten gegangen sind, sondern nur die im Tagesverlauf günstigsten Kraftstoffpreise. Wer also von den aktuell günstigen Spritpreisen profitieren will, der muss darauf achten zur welcher Uhrzeit er welche Tankstelle ansteuert.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,156 €uro je Liter
- Super: 1,377 €uro je Liter
- E10: 1,359 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,399 €/l (+ 37 ct/l)
- Super: 1,239 €/l zu 1,649 €/l (+ 41 ct/l)
- E10: 1,219 €/l zu 1,629 €/l (+ 41 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die erheblichen Preisschwankungen der Rohölpreise aus der vergangenen Woche scheinen sich weiter fortzusetzen. So gab die europäische Leitsorte BRENT zum heutigen Wochenstart um rund 1,1 Dollar/Barrel nach und wurde am Morgen bei 47,7 Dollar je Barrel gehandelt. Auch wenn in den letzten zehn Tagen ein leichter Abwärtstrend zu erkennen ist, so bleibt weiterhin offen in welche Richtung sich die Ölnotierungen entwickeln werden.

Nach einigen weiteren Aufs und Abs ist eine Stabilisierung bei knapp 50 $/b nicht unwahrscheinlich. Auch die renommierte US-Investmentbank Goldman Sachs geht davon aus, dass das Überangebot an Rohöl größer ist als bisher angenommen wurde und sieht daher die Preise der Rohölsorte BRENT auch im kommenden Jahr noch bei knapp 50 Dollar/Barrel. Auch die OPEC und das US-Energieministerium gehen von einer Ausweitung des Überangebotes am Weltölmarkt aus. Besonders wenn nach dem Ende des Atomkonfliktes und der damit einhergehenden Wirtschaftssanktionen, der Iran ab dem kommenden Jahr wieder mit spürbaren Exportmengen in den Ölmarkt eingreift.

Am Devisenmarkt profitierte der €uro vom im September überraschend stark zurückgegangen US-Verbrauchervertrauen. Daher legte der €uro weiter gegen die Öl-Währung Dollar zu und sorgte somit ebenfalls für einen indirekten Rückgang der heimischen Kraftstoffpreise. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Diesel- und Benzinpreise verbraucherfreundlich aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf über leicht sinkende Spritpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können sollten.

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