Kraftstoffpreise am Wochenende geklettert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Nach den Preisrückgängen der vergangenen zwei Wochen, haben die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen am Wochenende vorerst wieder leicht zugelegt. Die durchschnittlichen Benzinpreise legten in Summe um 0,3 ct/l zu, die gemittelten Dieselpreise zogen um knapp 0,6 Cent je Liter an. Der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den Kraftstoffsorten SUPER und Diesel ist seit sieben Monaten erstmals wieder auf knapp unter 20 Cent/Liter gesunken.

Dies zeigt, dass besonders die Benzinpreise in den vergangenen zwölf Wochen nachgegeben haben, denn im August hatte der Preisunterschied noch bei über 30 Cent/Liter gelegen. Die Preisspanne zwischen den günstigsten und den teuersten Tankstellen ist am Wochenende auf 32 Cent/Liter gestiegen, da die teuersten Tankstellen ihre Maximalpreise im Tagesverlauf noch oben angepasst haben. Die im Tagesverlauf günstigsten Spritpreise blieben an den günstigsten Tankstellen hingegen konstant.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,132 €uro je Liter
- Super: 1,329 €uro je Liter
- E10: 1,311 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 0,999 €/l zu 1,319 €/l (+ 32 ct/l)
- Super: 1,199 €/l zu 1,519 €/l (+ 32 ct/l)
- E10: 1,179 €/l zu 1,499 €/l (+ 32 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Die Kraftstoffpreise werden weiterhin durch die anhaltende Überversorgung auf dem Weltölmarkt bestimmt. Auch zum Start der neuen Handelswoche gab die europäische Leitsorte BRENT wieder um 0,4 $/b nach und stand somit am Montagmorgen bei rund 48 Dollar/Barrel. Nach dem Anstieg vom Beginn der Monats hatte sich bei den Rohölpreise in den vergangenen zwei Wochen ein Abwärtstrend etabliert, der dazu führte, dass die Ölnotierungen wieder auf ihr vorheriges Level von knapp unter 50 Dollar je Barrel gesunken sind.

Dieses Niveau könnte sich nun am Ölmarkt festsetzen, denn einen deutlichen Abgang gibt der aktuell sehr niedrige Ölpreis nicht mehr her. Und auf der anderen Seite lassen die anhaltend preisdrückenden Nachrichten über die schwächelnde chinesische Wirtschaft, die anstehende vollständige Rückkehr des Iran auf den Ölmarkt sowie die hohen Lagerbestände in den USA und China, aber auch keinen Preisanstieg zu.

Dennoch müssen sich Autofahrer darüber im Klaren sein, dass man sich seit Monaten in einer Niedrigpreisphase befindet, die sich nicht dauerhaft halten lassen wird. Dementsprechend erwarten die meisten Analysten langfristig wieder anziehende Ölpreise. An diesem Wochenende kletterten die Kraftstoffpreise jedoch nicht aufgrund der Rohölpreise, sondern weil sich der zuvor verhältnismäßig stark bewertete €uro wieder gegen den Dollar normalisierte. So geriet der €uro aufgrund von guten US-Wirtschaftsdaten, einer weiteren Lockerung der chinesischen Geldpolitik und den Überlegungen der EZB weitere Staatsanleihen aufzukaufen, stark unter Druck und fiel auf 1,10 $/€ zurück.

Zum Start dieser Woche glichen sich die Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt jedoch nahezu aus, so dass sich Autofahrer in den kommenden Tagen auf recht stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

Zurück