Kraftstoffpreise am Wochenende geklettert

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Etwas überraschend zogen die Kraftstoffpreise am Wochenende wieder an. Dabei kletterten die Dieselpreise zwischen Donnerstag und Sonntag mit im Mittel knapp 1,0 Cent/Liter deutlicher als die durchschnittlichen Benzinpreise, die um gut 0,4 ct/l gestiegen sind. Dementsprechend hat sich auch der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER (E5) auf aktuell knapp 21,5 Cent je Liter verringert. Der Unterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Spritpreisen an den heimischen Tankstellen ist konstant, aber mit bis zu 42 Cent/Liter auf einem hohen Level.

 

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,148 €uro je Liter
- Super: 1,362 €uro je Liter
- E10: 1,344 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,029 €/l zu 1,399 €/l (+ 37 ct/l)
- Super: 1,229 €/l zu 1,649 €/l (+ 42 ct/l)
- E10: 1,209 €/l zu 1,629 €/l (+ 42 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Ölpreise - Entwicklungen am Ölmarkt

Im Vergleich zum turbulenten Monatsbeginn zeigt sich der Rohölmarkt in den vergangenen Wochen nur wenig bewegt. Die Fundamentaldaten sind weiterhin unverändert, so dass der Weltölmarkt überversorgt bleibt. Entsprechend der anhaltend verbraucherfreundlichen Angebots-Nachfrage-Situation am Ölmarkt hat sich die europäische Rohöl-Leitsorte BRENT seit einigen Wochen bei knapp unter der 50-Dollar-Marke stabilisiert. Mit einem leichten Anstieg zum vergangenen Wochenschluss und einem etwas kräftigeren Rückgang zum heutigen Start der neuen Woche, hat BRENT insgesamt um rund einen halben Dollar je Barrel nachgegeben und wurde somit am Montagmorgen bei 48 Dollar/Barrel gehandelt.

Der Grund für den heutigen Ölpreis-Rückgang liegt in den erneut schwachen chinesischen Wirtschaftsdaten, welche die weltweite Ölnachfrage belasten. Allerdings gibt es Anzeichen dafür, dass sich die seit Wochen anhaltende Ruhe am Ölmarkt als die bekannte Ruhe vor dem Sturm herausstellen könnte. So könnten die sich seit Monaten aus dem Ölmarkt zurückziehenden Spekulanten ihren Fokus bald wieder auf die Ölpreise richten. Denn sollte sich dort in den kommenden Tagen, eine von vielen Analysten als überfällig eingestufte Erholung der Ölpreise abzeichnen, könnten viele Trader einsteigen und somit die Ölpreise sprunghaft nach oben katapultieren.

Am Devisenmarkt konnte sich der seit einer Woche wenig volatile €uro-Dollar-Wechselkurs weiter stabilisieren. Insgesamt fallen die Vorgaben für die heimischen Kraftstoffpreise somit vorerst positiv aus, so dass sich Autofahrer zumindest zum Wochenstart wohl über nachgebende Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen freuen können.

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