Kraftstoffpreise am Wochende leicht gesunken

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Am Wochenende haben die Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Tankstellen leicht nachgegeben. Dennoch liegen besonders die Benzinpreisen weiterhin auf einem deutlich überhöhten Preisniveau und sind in den letzten fünf Monaten um über 20 Cent/Liter gestiegen. Dies ist vor allem erstaunlich, weil sich die Rohölpreise im gleichen Zeitraum bei weitem nicht so stark erholt haben und auch der €uro-Dollar-Wechselkurs ist seit Jahresbeginn nicht so deutlich gefallen ist, dass man ausschließlich aus den Vorgaben vom Rohöl- und Devisenmarkt einen so erheblichen Anstieg der Benzinpreise herleiten kann.

Aber nicht nur die Benzinpreise, auch die Dieselpreise sind in den letzten fünf Monaten gestiegen. Mit rund 11 Cent/Liter fiel der Anstieg bei Diesel allerdings nur halb so deutlich aus wie bei den Benzinpreise. Daher liegt auch der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER aktuell bei rund 25,5 Cent/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Sonntag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,241 €uro je Liter
- Super: 1,495 €uro je Liter
- E10: 1,476 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Sonntag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,119 €/l zu 1,409 €/l (+ 29 ct/l)
- Super: 1,369 €/l zu 1,659 €/l (+ 29 ct/l)
- E10: 1,349 €/l zu 1,639 €/l (+ 29 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die Rohölpreise haben zum Wochenauftakt spürbar nachgegeben, was auf die jüngsten Entwicklungen beim griechischen Schuldendrama zurückzuführen ist. Da sich die EU-Finanzminister gegen eine Verlängerung des Hilfsprogramms ausgesprochen haben, droht den Griechen nun so konkret die Staatspleite wie noch nie zuvor. Aus diesem Grund blieben heute auch die Banken und die Börse in Griechenland geschlossen. Am Devisenmarkt wertete der €uro kräftig gegen den Dollar ab.

Dies bringt einerseits preissteigernde Impulse für den Kraftstoffmarkt, anderseits sorgt der schwache €uro aber auch für einen Rückgang der Rohölnachfrage in der Eurozone. So gab die europäische Leitsorte BRENT zum Wochenstart um 1,1 $/b nach und wurde am Montagmorgen bei 62,4 Dollar je Barrel gehandelt. In Summe hoben sich die negativen Preiseinflüsse vom Devisenmarkt und die positiven Impulse vom Rohölmarkt wieder auf, so dass sich Autofahrer zum Beginn der Woche auf stabile Diesel- und Benzinpreise an den heimischen Zapfsäulen einstellen können.

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