Kein Aprilscherz - Kraftstoffpreise zogen wieder an

Entwicklung der Diesel- und Benzinpreise

Trotz eher preisdrückender Vorgaben vom Rohölmarkt, legten die Diesel- und Benzinpreise an den deutschen Tankstellen zu Beginn der laufenden Woche wieder zu. Hierbei stiegen die durchschnittlichen Dieselpreise mit rund 0,8 ct/l deutlicher an als die gemittelten Benzinpreise mit rund 0,5 ct/l. Da in den vergangen Wochen jedoch die Benzinpreise stets stärker geklettert waren als die Dieselpreise beträgt der durchschnittliche Preisunterschied zwischen den beiden Kraftstoffsorten DIESEL und SUPER weiterhin gut 21,5 Cent/Liter.

Wer auf dem Weg in die Osterferien beim Tanken sparen möchte, dem wird unsere Tankstellensuche entlang einer Route gute Dienste erweisen. Denn die Preisunterschiede entlang einer längeren Reisestrecke liegen zumeist bei über 20 Cent/Liter.

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Dienstag je nach Kraftstoffsorte bei:

- Diesel: 1,213 €uro je Liter
- Super: 1,430 €uro je Liter
- E10: 1,411 €uro je Liter

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Dienstag wie folgt dar *:

- Diesel: 1,099 €/l zu 1,339 €/l (+ 24 ct/l)
- Super: 1,319 €/l zu 1,559 €/l (+ 24 ct/l)
- E10: 1,299 €/l zu 1,539 €/l (+ 24 ct/l)

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher wie auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

Die anhaltende Überversorgung bleibt das wichtigste Thema am Weltölmarkt. Die US-Rohöllager haben weiter zugenommen und nicht nur diese befinden sich aktuell auf einem Allzeit-Hoch, auch die US-Ölfördermengen liegen auf dem höchsten Wert seit rund 40 Jahren. Derzeit kann zudem davon ausgegangen werden, dass sich das übermäßige Angebot auf dem Ölmarkt in den kommenden Monaten weiter vergößern wird. Denn mit Spannung blickt der Ölmarkt auf die Verhandlungen um das iranische Atomprogramm.

Sollte hier die allseits erwartete Einigung erzielt und die westlichen Sanktionen gegen den Iran aufgehoben werden, so wird dem bereits massiv überversorgten Weltölmarkt bald noch mehr Öl zur Verfügung stehen, was die Rohölpreise weiter unter Druck setzen wird. In Erwartung dessen gab die europäische Leitsorte BRENT auf den heutigen Mittwoch bereits um weitere 0,8 $/b nach und wurde am Morgen bei 55,0 Dollar je Barrel gehandelt.

Am Devisenmarkt hatte der €uro zuletzt wieder gegen den Dollar nachgegeben, gestern zeigte er sich jedoch wieder stabiler. Insgesamt fallen die Vorgaben für die Kraftstoffpreise somit eher positiv aus, so dass sich Autofahrer im weiteren Wochenverlauf über stabile oder sogar leicht sinkende Diesel- und Benzinpreise freuen können müssten. Allerdings stehen auch die Osterferien vor der Tür und Ferienzeit bedeutet zumeist Reiseverkehr und steigende Preise an den heimischen Zapfsäulen.

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