Feuerpause lässt Ölpreise einbrechen- Spritpreise bleiben hoch | Aktuelle Benzin- und Diesel-News vom 09.04.2026

um 08:36 Uhr von tanke-günstig Redaktion

Benzinpreise - Trends und Prognosen

Die Kraftstoffpreise an den deutschen Tankstellen kennen weiterhin nur eine Richtung: nach oben. Daran hat auch das seit Monatsbeginn laufende, neue Marktmodell nichts geändert, im Gegenteil hat es die durchschnittlichen Spritpreise sogar stärker steigen lassen und es hat dazu geführt, dass vor allem die Tagestiefstpreise deutlich gestiegen sind. Auch wenn man berücksichtigen muss, dass der Ölmarkt zurzeit in einer Sondersituation ist, kann nach einer Woche mit dem neuen Marktmodell für Tankstellen das Fazit gezogen werden: Der Schuss ging nach hinten los. Hinzu kommt nun wieder das altbekannte Rakete-Feder-Prinzip, denn die Ölpreise sind nach Bekanntgabe der Feuerpause im Nahen Osten massiv eingebrochen und dennoch ist von spürbaren Preisrückgängen an den heimischen Zapfsäulen nichts zu sehen.

Aktuell sind die Ölpreise rund sieben Prozent und die Gasölpreise (relevant für den Dieselpreis) sogar 16 Prozent günstiger als Ende März, dennoch sind die Benzinpreise rund vier Prozent und die Dieselpreise gut sechs Prozent teurer als Ende März. Aktuell kostet ein Liter Benzin (SUPER E5) im bundesweiten Durchschnitt 2,210 €uro und die Dieselpreise befinden sich mit im Mittel 2,417 €uro weiterhin in der Nähe eines Allzeit-Rekordhochs. In den vergangenen sechs Wochen verzeichnen die Benzinpreise nunmehr einen Anstieg von gut 38 Cent/Liter und die Dieselpreise sind um mehr als 68 Cent/Liter gestiegen. Der Preisabstand zwischen den Kraftstoffsorten Diesel und Benzin (SUPER E5) ist weiterhin “negativ“, weil Diesel teurer ist als Benzin. Mit -20,8 Cent/Liter ist der Sortenpreisabstand aktuell sogar auf ein beispielloses Rekordhoch gestiegen, was darauf zurückzuführen ist, dass Deutschland auf Dieselimporte angewiesen ist, während Benzin im vollen Umfang in inländische Raffinerien produziert wird.

Der maximale Preisunterschied zwischen den im Tagesverlauf teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreisen hat sich deutlich verringert. Leider ist dies keine gute Nachricht, weil die Annäherung darauf zurückzuführen ist, dass die Tagestiefstpreise deutlich gestiegen sind. Das neue Marktmodell hat daher Tanken besonders für Autofahrer, die darauf achten den Tagestiefstpreis zu erwischen, teurer gemacht. Zwar kann man verlässlich um kurz vor 12:00 Uhr am günstigsten Tanken, aber der dann angebotene Tagestiefstpreis ist bei den Benzinpreisen seit Monatsbeginn um elf Cent je Liter gestiegen, während das Tageshoch konstant geblieben ist.

Der statistisch beste Zeitpunkt um günstig zu Tanken ist in der Regel um 12:00 Uhr. Allerdings sollten Autofahrer aufpassen, dass sie nicht zu spät an der Tankstelle sind, denn der teuerste Moment zum Tanken ist kurz nach zwölf Uhr. Zumeist sinken die Spritpreise dann jedoch wieder recht schnell. Vergleicht man die Durchschnittspreise im Zeitraum 11:00 bis 12:00 Uhr mit denen von 12:00 bis 13:00 Uhr, so steigen die Spritpreise bei der einmaligen Preiserhöhung im bundesweiten Durchschnitt aktuell nur um geringe 2,8 Cent/Liter. Tendenziell sollten Autofahrer in Zukunft eher vormittags tanken oder erst wieder nach 21:00 Uhr. Welche Tankstelle zu jeder Uhrzeit die günstigste Tankstelle in Ihrer Nähe ist, zeigt Ihnen stets ein Blick auf unseren Benzinpreisvergleich.

 

Benzinpreise - aktuelle Preisentwicklung

Im bundesweiten Durchschnitt lag der Preis aller meldenden Tankstellen am vergangenen Mittwoch je nach Kraftstoffsorte bei:

 

- Diesel: 2,417 €uro je Liter

- Superbenzin (E5): 2,210 €uro je Liter

- Superbenzin (E10): 2,149 €uro je Liter

 

Der Abstand zwischen den günstigsten und teuersten Tankstellenpreisen stellte sich je nach Kraftstoffsorte am vergangenen Mittwoch wie folgt dar *:

 

- Diesel: 2,159 €/l zu 2,829 €/l (+ 67 ct/l)

- Superbenzin (E5): 2,079 €/l zu 2,659 €/l (+ 58 ct/l)

- Superbenzin (E10): 2,019 €/l zu 2,599 €/l (+ 58 ct/l)

 

* Die hier dargestellten teuersten und günstigsten Diesel- und Benzinpreise können sowohl in räumlicher als auch in zeitlicher Hinsicht deutlich voneinander abweichen, weshalb die Differenz der beiden Preise als ein theoretischer Wert zu verstehen ist. Zwar kann man häufig den Zeitpunkt beeinflussen, an dem man tanken möchte, jedoch wird man nicht quer durch die Republik fahren, um die günstigste deutsche Tankstelle anzusteuern.

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